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Innnewiderstand Bleiakku [message #412052] Wed, 04 July 2018 21:47 Zum nächsten Beitrag gehen
bernhard1.9gjk ist gerade offline bernhard1.9gjk
Beiträge: 1105
Registriert: January 2006
Ort: Bremen
Espace-Verrückter
Hallo,
heute hat mich die Werkstatt bei unserem Zweitfahrzeug (Suzuki Swift) überrascht mit der Diagose Starter-Akku defekt. Eine Zelle ausgefallen.


Zu Hause angekommen messe ich 12.6V (ohne Nennenswerte Last=was halt so im Ruhezustand dranhängt, Strommesszange habe ich leider nicht), abfallend auf 12.1 Volt beim Einschalten des Abblendlichts (dürften 2x55Watt sein = ca. 9 Ampere). Einmal das CTEK drüber laufen lassen und dann nochmal messen brachte ohne Last 12.99V. Bei 2x55Watt Last abgefallen auf 12.09V. Danach wieder bei 12.6V ohne Last, da schon durch die Spielerei etwas entladen.


Je nachdem wo ich mich gerade in der Entladekurze bei der Messung befand (es muss irgendwo zwischen 12.99 und 12.6V gewesen sein), rechne ich den Innnewiderstand aus zu 50mOhm und 100mOhm. Habe leider keinen Erfahrungswert oder Herstellerangabe gefunden. Ist der Widerstand zu hoch? oder im normalen Bereich. PS. Ist ein 55 Ah.

Ganz abgesehen davon, kann ich momentan der Diagnose der Werkstatt nicht folgen.

Herzliche Grüße aus Bremen Nord.

Bernhard

[Aktualisiert am: Wed, 04 July 2018 21:49]


Laguna3 3.0 dci 07/2010
Espace IV 1.9 dCi 10/2003
Re: Innnewiderstand Bleiakku [message #412053 antworten auf 412052 ] Wed, 04 July 2018 22:16 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Gerhard S. ist gerade offline Gerhard S.
Beiträge: 1780
Registriert: August 2006
Ort: 45481
Espace-Verrückter
Hoi,
Mach doch mal zu zweit einen Start-Test:
Einer hält das Voltmeter an die Batterie; der andere dreht den Zündschlüssel rum und startet den Motor. Sollte nicht unter 10,5 Volt gehen.
Vor allem nicht im Sommer, wenn auch noch die Batterie geladen ist. (oder sein sollte)
Gruss Gerhard

Manchmal, mit Glück, kann man was erreichen: Mit Halogenglühbirne o.ä. die Batterie auf 11,4 Volt entladen. Danach am Ladegerät mit 3-4 A aufladen.
Nimmt man eine Stoppuhr und zählt die Zeit bis Ladeende 13,8 V - bekommt man die aktuell verwertbare Kapazität. Bei nur noch 1/3 der Nennkapazität ist es schon vorbei. Bei 1/2 kann man vllt noch ein Jahr...


Micro-Van WagonR+ MM 1.3 175.000km
***R.I.P.*** JE0H Grand '99, 2.2dT, ehemals 360.000km
Re: Innnewiderstand Bleiakku [message #412054 antworten auf 412053 ] Wed, 04 July 2018 22:50 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
weissJ117 ist gerade offline weissJ117
Beiträge: 6971
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Ort: Dornbirn
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Moderator

hallo bernhard Cool
gerhard's aussage stimmen recht gut.
im sommer über 20°C sollte jeder motor beim starten leicht drehen und starten.

beim zellenschluß ist das so eine sache:
beginnender zellenschluß: sehr schwer zu bestimmen. ist wie ein blinker: da-nicht-da-nicht... meist ein spiel im zusammenhang mit wärme in der batterie.
zellenschluß im fortgeschrittenen stadium:
batterie wird bei belastung (entladen und beim laden) übermäßig warm.
wird am ladegerät nie als voll geladen angezeigt.
"hängt" dann bei ca. 10V rum
bekommt in geraumer zeit ein "bäuchlein" und behält das dann.

deiner schilderung nach ist das noch nicht der fall.
aber
die batterie hat schaden genommen durch was auch immer wie:
schläge/erschütterungen kräftigere wie im PKW üblich
grosse spannungsunterschiede sprich zu grosse entlade-/ladezyklen
sulfatbildung durch natürliche alterung

die spannungsunterschiede können bei
nachlassender LIMA entstehen, nachlassende ladetätigkeit
grossen zusätzlichen verbrauchern (soundanlage usw.)
verursacht werden

spannungsmessungen bei bleiankern:
gleich nach dem fahren/laden gemessen sind spitzenwerte
nach 1 (einer) stunde gemessen ist die ruhespannung.
spanungsmessung mit verbrauchern sind reale spannungsmessungen bei belastungen. spitzenbelastung ist der startvorgang, bei dem darf die batterie, bei 20°C nie die 11V unterschreiten.
im winter bei minus 5-10°C darf die 10V unterschritten werden.

was kann man noch tun:
den motor mit einer frisch geladenen batterie starten und an den batterienpolen die V messen.
die sollten, bei allen abgeschalteten verbrauchern, recht schnell über die 14V ansteigen und bei 14,6 bis 14,8V das obere ende erreicht haben.
dann werden die verbraucher zugeschalten und die V dürfen dabei nicht unter die 14V abfallen selbst wenn alle verbraucher eingeschalten sind.

euer werner ad


espace "2000 TSE" phase I; baujahr: feb. 1987; febr. 2008: 330.000km; silber-metallise
04.01.2010: knappe 370.000km herzstillstand um 00:15 bei minus 9°C; 3-tage später: schnurrt mit "neuem" herz vom quadra mit 135.000km
ist am 1. september 2015 mit 450.000km in den ewigen ruhestand getreten und gegen einen kangoo bj. 2014 ersetzt worden.

http://www.schlosserei-weiss.at/
Re: Innnewiderstand Bleiakku [message #412079 antworten auf 412054 ] Thu, 05 July 2018 17:51 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
bernhard1.9gjk ist gerade offline bernhard1.9gjk
Beiträge: 1105
Registriert: January 2006
Ort: Bremen
Espace-Verrückter
Hallo und danke für die Antworten,

starten war mit der Batterie nie ein Problem und so schlecht wie in den Szenarien von Euch, Werner ad und Gerhard S, zu vermuten, war die Batterie noch lange nicht, aber trotzdem grenzwertig, wie sich nun herausstellt.

Die neuen Batterie ist nun drin, mit unkomplizierter und freundlicher Unterstützung des AH auf Garantie. Bei Ruhezustand liegen wie bei der alten Batterie 12.6V an, die dann beim Einschalten des Standlichts auf 12.5V heruntergehen. Also hatte die alte Batterie tatsächlich schon ein Problem gehabt, denn bei einem Spannungsabfall von jetzt 0.1V gegenüber vorher min.0.5V hat die neue einen Innenwiderstand von nur 10mOhm, gegenüber vorher 50mOhm. Aber nun habe ich einen Referenzwert was dieser Innenwiderstand bei einen neuen Batterie ist. Hilft vielleicht auch anderen. Ihr könnt ja mal messen.

LG Bernhard


Laguna3 3.0 dci 07/2010
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Re: Innnewiderstand Bleiakku [message #412142 antworten auf 412079 ] Sat, 07 July 2018 11:50 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
weissJ117 ist gerade offline weissJ117
Beiträge: 6971
Registriert: November 2005
Ort: Dornbirn
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Moderator

hallo bernhard Cool

das ist die natürliche alterung von bleiankern.
"sulfatbildung durch natürliche alterung"

da wandelt sich das blei in bleisulfat um und lagert sich dann an der oberfläche ab.

beheben kann man das natürlich auch - nur nicht so einfach für den 08/15 mensch.
denn bleianker lassen sich sehr gut laden mit, wie in deinem fall, 12V/50A. dabei fällt dann das sulfat von den bleiplatten ab und der bleianker hat fast wieder die alte kapazität.
das lässt sich leidern micht unendlich viele male machen, denn das bleisufalt ist leitend und hat man mal soviel sulfat am batterienboden, dass das sulfat die platten berührt gibt's dann den typischen zellenschluß mit blähbauch.

euer werner ad leider bleigeschädigter E-fahrer Embarassed

[Aktualisiert am: Sat, 07 July 2018 11:51]


espace "2000 TSE" phase I; baujahr: feb. 1987; febr. 2008: 330.000km; silber-metallise
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ist am 1. september 2015 mit 450.000km in den ewigen ruhestand getreten und gegen einen kangoo bj. 2014 ersetzt worden.

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Re: Innnewiderstand Bleiakku [message #412148 antworten auf 412142 ] Sat, 07 July 2018 13:40 Zum vorherigen Beitrag gehen
bernhard1.9gjk ist gerade offline bernhard1.9gjk
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Ort: Bremen
Espace-Verrückter
Hallo Werner,

danke für die Fortführung der Diskussion. Habe hier ein CTEK Ladegerät und dieses macht dann in der vorletzten Stufe eine Konditionierung der Batterie - was erstaunlicher Weise bei der genannten Batterie nicht besonders viel gebracht hat. Ich nehme an, mit der Konditionierung wird die von dir bemerkte Ablagerung entfernt. Wahrscheinlich muss man ein paar mal oder regelmäßig Konditionierung, um die Sulfatschicht weg zu bekommen - aber da bin ich zu faul dazu, und das ist jetzt auch nicht mehr nötig.

Was die Alterung angeht, ist es aber zu merkwürdig. Die Batterie war gerade mal 22 Monate alt. Wahrscheinlich war die kleine zu lange beim Händler im Auto vernachlässigt worden, als sich das Fahrzeug die Reifen platt stand und auf einen Kunden gewartet hat. Nie richtig aufgeladen, hat sie dann über die Standzeit von 10 Monaten die Sulfatschicht angesetzt, welche ein bisschen dicker wurde, als selbst die Schicht, welche meine Batterie im Espace nach 8 Jahren angesetzt hat. Die ist nämlich noch top in Form, überhaupt jetzt nach einer Konditionierung mit dem C-TEK.

Also Vorsicht beim Kauf von Fahrzeugen die lange herumstanden! Suzuki hat hier jedoch super problemlos umgetauscht, kann nur sagen, weiter so.

LG Bernhard


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