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Espace für amerikanischen Markt, 1984 [message #379141] Tue, 22 November 2016 00:10 Zum nächsten Beitrag gehen
werner zoe ist gerade offline werner zoe
Beiträge: 765
Registriert: December 2005
Ort: Dornbirn
Espace-Verrückter
Hallo Allezusammnen,

Wie unten angeführt war der Espace mal für den amerikanischen Markt angedacht, hat dazu sogar Prototypen gegeben.

https://www.carspin.net/index.php?topic=32964.0

Gruss
werner zoe


Laguna GT 2,0dci/10 240T.km
GJK 2,0dci/11 170T.km
Master 2.3dci/10 70T.km
Megane CC 1,5dci/08 130T.km
Re: Espace für amerikanischen Markt, 1984 [message #379177 antworten auf 379141 ] Tue, 22 November 2016 17:36 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
SandMuecke ist gerade offline SandMuecke
Beiträge: 94
Registriert: October 2016
Ort: Bremen
Espace Freund
Ne Andersherum wird ein Schuh daraus. Ein Amerikanischer Hersteller hat mit Matra zusammen einen Van Entwickelt.

Der Ami ist abgesprungen und Matra stand mit einem Van da den keiner haben wollte. Bis Renault aufgesprungen ist und mit Matra das ding noch mal komplett umgestrickt hat für den Europäischen Markt.

So zumindest die Reportage auf YT die sich mit dem Entstehen des Espace befasst (auch hier zu finden unter Espace-Videos)

https://youtu.be/roiKN4uUyGY


LG Jojo

-....
-Grand Espace 2.0 16V 139PS (JE) + Twingo 75PS Quickshift (C06)
-Laguna Grandtour Ph2 2,0 16V 139PS
-R21 Nevada 1,8 90PS
Re: Espace für amerikanischen Markt, 1984 [message #379210 antworten auf 379177 ] Tue, 22 November 2016 23:33 Zum vorherigen Beitrag gehen
Classic Uli
Beiträge: 7822
Registriert: November 2005
Ort: Butzbach
Guru
Webmaster
Hallo Jojo,
ja, neee... also... als die Entwicklung des Espace bei Matra 1978 begann, gehörte Matra Automobile zu 50% zu Chrysler Europe. Chrysler hatte in diesem Jahr "zu Hause" die Entwicklung eines Minivan angestoßen und wollte ein vergleichbares Konzept auch auf den europäischen Markt bringen. In Europa räumte aber niemand so einem schrägen Fahrzeug eine Chance ein, daher ging der Entwicklungsauftrag an den kleinsten Fahrzeughersteller von Chrysler Europe (nach Simca und Rootes) - nämlich Matra.

Während Matra das Auto entwickelte, verkaufte Chrysler seine Europa-Division an PSA (Peugeot). Peugeot hatte kein Interesse an dem Kleinserienhersteller Matra, man wollte Kapazitäten reduzieren - also hätte man Romorantin am liebsten dicht gemacht. Das hat aber der andere 50%-Anteilseigner, die Groupe Legardere (die bis in die 70er noch als MATRA firmierte!), verhindert und die anderen 50% zurückgekauft (die nämlich 1969 von MATRA an Chrysler verkauft worden waren). Nun konnte MATRA weitermachen - hatte aber keinen Autokonzern mehr im Rücken.

Als MATRA dann bei Peugeot den Wagen vorstellte und die Freigabe für die Produktion wollte (um den Wagen wieder über das "gewohnte" Händlernetz ex Chrysler-Simca, jetzt Talbot zu vertreiben) - da sagte der Peugeot-Vorstand 1981 "Non". Der Espace HÄTTE der erste Van der modernen Autogeschichte werden können - und wurde es dank Peugeot nicht.

MATRA wandte sich dann mit dem quasi fertigen Auto 1981 an die Konkurrenz von Renault. Die sagte "Qui" - aber unter der (nachvollziehbaren) Bedingung, dass Renault-Technik unters Plastik kommt. 1982 wurde der Vertrag geschlossen, 1984 begann die Produktion.

Zuvorgekommen waren mittlerweile Datsun/Nissan mit dem Prairie (1982), Mitsubishi mit dem SpaceWagon (1983) und Chrysler mit dem Voyager (ebenfalls 1983).

Unabhängig von all dem vorstehenden hatte aber um 1980 Renault in den USA zugeschlagen und den kränkelnden Hersteller AMC (American Motor Company) übernommen. Der verkaufte in der ersten Hälfte der 80er Jahre dann importierte Renaults wie z.B. LeCar (= R5), Alliance (= R9, auch mit 2l-Maschine und als Cabrio!) und Encore (= R11) - aber auch "eingeborene" (also in Amerika produzierte!) wie z.B. den Medallion (= R21) und den Premier (= R25).
Klar, dass man auch über den Verkauf des Espace "drüben" nachdachte - schließlich hatte AMC keinen Minvan im Angebot.

Noch während man 1986 über das Thmea nachdachte (Problem: Die Kapazitäten von Matra waren ohnehin überlastet - man hätte gar keine "mehr"-Espace produzieren können!) verkaufte Renault seine amerikanischen Aktivitäten samt AMC an Chrysler. Die stellten den Import der französischen Modelle ein und produzierten Medallion und Premier noch ein paar Jahre weiter - unter dem Markennamen "Eagle".

Die beiden Modelle bildeten die Grundlage für die nachfolgende Generation moderner Limousinen mit Fronantrieb bei Chrysler, die unter dem Label "CabForward"-Design in den 90ern Chrysler vor dem sicher scheinenden Konkurs retteten und im Grunde bis zum Einstieg von Mercedes die technische Basis der erfolgreichsten Baureihen bildeten.

Fast unbekannte Nebenkriegsschauplätze der Automobilgeschichte...

Schöne Grüße
Uli


J11 forever!

Derzeit deaktiviert... J637 mit LPG, 12/94 - aktuell 30x.xxx km
Derzeit aktiv... J637, 03/96 - ca. 230.000 km

Als Sammel-/Bastelobjekte:
- J112 Phase 1 TSE, 3/85 (Seriennummer 7167), 2.0L Vergaser, 192.500 km
- J117 Phase 1 TSE, 1/87, 2.2L Einspritzer, 133.000 km
- J117 Phase 2 2000-1, 1988

Schlachtplatte: J117 Bj. 90
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