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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416338 antworten auf 416306 ] Thu, 20 September 2018 02:23 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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Moin,
zuerst mal... in Butzbach bin ich Ende der 90er gelandet, weil es auf halber Strecke zwischen Frankfurt und Herborn lag, wo meine beiden wichtigsten Kunden waren. Geblieben sind wir einerseits wegen des sozialen Umfeldes (insbesondere für die Kinder), der vergleichsweise guten Anbindung über die A5 und natürlich auch der Kosten.

Seit über 10 Jahren bin ich inzwischen in Frankfurt angestellt. Auf den Kopf 50 km zur Arbeit bei im Schnitt 20 Arbeitstagen im Monat (auf's Jahr ca. 240 Werktage - davon müsste ich noch den Urlaub abziehen) macht 2.000 km im Monat für den Weg zur Arbeit. Die übrigen ca. 10.000 km im Jahr sind Privatvergnügen (letztes Wochenende Bodensee, vor 3 Wochen Naumburg, vor 6 Wochen Bodensee... usw.) und haben nichts mit "Pendeln" zu tun.

Also 2.000 km x 10 Ct. = 200 EUR im Monat für's Autofahren All Inclusive. Ja, ich fahre wirklich billig, weil auf LPG (übrigens auch seit der Spritpreis-Welle 2008) und ohne Wertverlust.
Würde mich der Weg 1.000 Euro kosten würde ich zu Hause bleiben. Dafür lohnt sich Arbeiten nicht. Und 4 Stunden Fahrzeit jeden Tag geht gar nicht.

Ich habe -vor der LPG-Umrüstung- um Sommer 2008 die Probe auf's Exempel gemacht und habe per Schnupperticket 3 Monate ÖPNV bezahlt. Eine Woche lang habe ich versucht, komplett per Bus und Bahn zu fahren: Morgens um 06:40 h aus dem Haus zum Bus, 9:00 h im Büro, punkt 18:00 h wieder los, damit ich den letzten Bus nach Hause bekomme, der um 20:15 h ankommt. Das hat an EINEM der fünf Tage geklappt. 4x musste mich meine Frau mit dem Auto am Bahnhof abholen, also doch 20 km gefahren.

Dann habe ich Park&Ride gemacht. Morgens um 07:15 Uhr ins Auto, um den Zug um 7:45 zu bekommen. Normalerweise sind das 10 Minuten Fahrzeit - aber manchmal auch 25, wenn die Autobahn zu ist und alle fahren Bundesstraße. Das habe ich die restlichen knapp 3 Monate überwiegend durchgezogen - meist so 3-4mal pro Woche. Wenn ich morgens einen Termin hatte oder der Zug weg war oder ich auf dem Weg einkaufen musste (Ikea!), dann bin ich trotz bezahltem Ticket mit dem Auto nach Frankfurt gefahren.
Ich bin also an (grob) 3,5 Tagen je 20 km und an 1,5 Tagen je 100 km gefahren - macht 220 km pro Woche und damit 280 km weniger als "nur" mit dem Auto. Selbst bei 25 Ct/km wären das pro Woche 70 EUR, im Monat also grob 280 EUR - bei einem Ticketpreis von 230 EUR. Selbst bei Kilometerkosten von 25 Ct. wäre also Autofahren gerade mal 50 Euro im Monat teurer als der ÖPNV!

Vor allem aber hat mich der Streß damals fertig gemacht - schnell noch den Zug kriegen. Passt der Anschluß? Einmal wurde der Zug "mal eben" über Hanau umgeleitet, kam eine Stunde später an. Ein anderes Mal (ich hatte meine Frau schon zum Abholen angerufen) war "Personenschaden" auf der Strecke, der Zug fuhr wieder nach Frankfurt zurück. Ich kam letzten kurz vor Mitternacht in Butzbach an und bin die 10 km in unseren Vorort nachts durch den Wald gelaufen - immerhin war es trocken.
Sitzplätze? Morgens? Abhaken. 3x Umsteigen? Immer.

Nein, das ist eine Notlösung für ein paar Tage oder Wochen - aber nichts für die nächsten 17 Jahre.


Die Lösung für das GANZE Problem ist eigentlich einfach: Die Arbeitsplätze müssten raus aus der Stadt auf's Land!

Andererseits... wir suchen seit 10 Jahren Entwickler/Programmierer. Seit ca. 5 Jahren (nachdem die Suche in DE nachhaltig erfolglos war) haben wir angefangen, in Osteuropa zu akquirieren - und für die Jungs und Mädels ist "Frankfurt" ein echtes Argument, für "Butzbach" würden die sicher nicht auswandern. Man kann es halt nicht allen recht machen...

Schöne Grüße
Uli


J11 forever!

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- J117 Phase 1 TSE, 1/87, 2.2L Einspritzer, 133.000 km
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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416462 antworten auf 415598 ] Sat, 22 September 2018 21:09 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Gast
Hallo becks2006,
schade, in Deinen meistens sehr langen Texten sind sicherlich brauchbare Lösungsansätze zu dem einen oder anderen
Problem enthalten. Wären die Texte doch bloß nur etwas an die allgemeingültige Groß- u. Kleinschreibung angelehnt,
dann würde ich die durchlesen.
Du willst nicht anders - ich kann nicht anders als Deine Texte `zu übersehen´. Ich habe nichts gegen postpubertäre Punks.
Deren Texte mir anzusehen, zwingt mich keiner.
Ein Vorschlag zur Güte. Jage doch Deine Texte, vor der Veröffentlichung hier, durch den Gugel Translator Intl.US.Inc.
in eine beliebige Sprache und wieder zurück ins Deutsche, mit dann Groß- u. Kleinschreibung. Die Amis schaffen das.
Soll ich meinen Vorschlag, für Dich besonders, kennzeichnen?

@Ulli
na, na, immer dieses schwarzweiss Denken. Wer eine homogenere Gesellschaft als Idealform anführt ist sofort ein Kommunist und
wer, auch wie ich, sich (in einem anderen nunmehr verschobenen Kontext) gegen illegale Masseneinwanderung positioniert
wird sofort als Nazi, Siegfried, nomen est omen : - ) verschrien. Dabei gibt es, so lernten es danach alle, Nuancen...

Eine mehr oder weniger homogene Gesellschaft ist das Gegenteil sowohl vom feudalen USA Gesellschaftsmodell als auch vom kommunistischen Modell,
die da bestimmten, für die Häuptlinge alles, für die Indianer nix bzw. für Funktionäre gab´s das feudale Wandlitz und für Arbeiter
den kom- u. deprimierenden Plattenbau.

Ja wo sollen die denn nun hin, die Arbeitsplätze. Auf´s Land sagst Du. Damit bist Du nicht alleine, aber trotzdem in der Minderheit.
Weltweit betrachtet hält die Landflucht aber an. Ein nicht reversibler Trend. Bevor die Ankömmlinge in Wohnwaben oder gar Käfigen (Fernost)
zu Wucherpreisen hausen sollen, muss schon früh an bezahlbaren regulierten Wohnraum gedacht werden. Tut man ja hier schon. Jetzt müßte die Umsetzung folgen.
Aber die halten unbelehrbare für Schwachsinn. Meinungsfreiheit halt.

Gruss
Siegfried





Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416480 antworten auf 415598 ] Sun, 23 September 2018 01:55 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Gerhard S. ist gerade offline Gerhard S.
Beiträge: 1780
Registriert: August 2006
Ort: 45481
Espace-Verrückter
Hallo,
ich klammere mich an dem Satz, dass Gasfahrzeuge vom Diesel-Benziner-Verbot ausgenommen seien, nicht fest.
Die Formulierung 'Gasfahrzeuge' ist mir zu ungenau.
Gruss Gerhard



Micro-Van WagonR+ MM 1.3 175.000km
***R.I.P.*** JE0H Grand '99, 2.2dT, ehemals 360.000km
Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416595 antworten auf 415598 ] Tue, 25 September 2018 18:12 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
becks2006
Beiträge: 168
Registriert: September 2012
Ort: 74***
Alter Hase
Gast schrieb am Sat, 22 September 2018 21:09


Hallo becks2006,
schade, in Deinen meistens sehr langen Texten sind sicherlich brauchbare Lösungsansätze zu dem einen oder anderen Problem enthalten. Wären die Texte doch bloß nur etwas an die allgemeingültige Groß- u. Kleinschreibung angelehnt, dann würde ich die durchlesen.
Du willst nicht anders - ich kann nicht anders als Deine Texte `zu übersehen´. Ich habe nichts gegen postpubertäre Punks. Deren Texte mir anzusehen, zwingt mich keiner.




hallo siegfried
wie machste das denn? liest da 3 worte und wenn du dann merkst dass kleingeschrieben wird hörst du auf? absurd! bin mir aber fast sicher dass du das alles liest sonst würdest nämlich nicht drauf antworten. ich les ja auch deine texte obwohl ich nach 3 zeilen schon k..... könnt... und wie beschränkt muß man denn sein, wenn man auf content verzichtet wg. formaler „mängel“? aber hast recht: laß es! könnte sein dass du es nicht verstehst!
postpubertärer punk seh ich mal als kompliment! besser wie die nörgler und mooserer die an allem ein haar in der suppe finden und bei denen immer die anderen die schuld tragen!

Zitat:



Ein Vorschlag zur Güte. Jage doch Deine Texte, vor der Veröffentlichung hier, durch den Gugel Translator Intl.US.Inc. in eine beliebige Sprache und wieder zurück ins Deutsche, mit dann Groß- u. Kleinschreibung. Die Amis schaffen das. Soll ich meinen Vorschlag, für Dich besonders, kennzeichnen?




danke für deine hilfe aber das ist mir zu hoch: erklär mir das noch mal genauer! wahrscheinlich bin ich da zu blöd zu!?

Zitat:



Bevor die Ankömmlinge in Wohnwaben oder gar Käfigen (Fernost) zu Wucherpreisen hausen sollen, muss schon früh an bezahlbaren regulierten Wohnraum gedacht werden. Tut man ja hier schon. Jetzt müßte die Umsetzung folgen.
Aber die halten unbelehrbare für Schwachsinn. Meinungsfreiheit halt.




wer lesen kann ist klar im vorteil! ich hab dezidiert drauf hingewiesen dass länder und kommunen nichts davon abhält in den wohnungsbau zu investieren. wahrscheinlich könnten sie dabei sogar als korrektiv wirken! dass die wirtschaft da andere interessenslagen verfolgt liegt in der natur der sache! wenn deine kommune oder dein land dem nicht nachkommen, musste halt das nächste mal dein kreuzchen an einer anderen und zwar an der für dich richtigen stelle machen. ich hoffe ja daß sich dann bei dir was ändert; so recht dran glauben fällt mir aber schwer!

hab im anderen fred gelesen dass du deinem „grundsanierten“ JE grade ne gas-anlage spendierst. eintragung wenn ich das richtig interpretiere noch „nicht ganz sicher“! oder soll ich sagen hört sich irgendwie dubios an?
ich hoffe ja dass du deine drohung dann nicht wahrmachst noch mehr zu fahren weil der sprit dann so schön billig ist!

grade noch gefunden zum thema finanzierbarkeit von free-önv:
https://www.vdv.de/statistik-personenverkehr.aspx
wenn die zahlen stimmen und der bestehende önv mit einnahmen von 13mrd auskommt bei kostendeckung von 75% wäre der bestehende etwa für 20mrd als free realisierbar! verbesserter und ausgebauter für 40mrd?
und zum thema „bezahlbare mieten“.
soeben gehört: 24 banken planen wg. brexit von london nach frankfurt umzusiedeln! anscheinend 8000 neue arbeitsplätze was bei den einkommen der bänker bestimmt noch mehr druck auf die frankfurter mieten und immo-preise geben wird!

vg becks


seit 08/2017: J638-2,9l-V6 mit LPG, EZ 92, 340tkm "so günstig bin ich noch nie Auto gefahren!"
06/2012 - 07/2017: J637-2,2l-LPG EZ 95, 260tkm, i.M. in Reparatur! erste Erfahrungen mit Autogas!
davor viele viele diverse Fahrzeuge verschiedener Hersteller darunter als "Lieblingsmodelle"
1978 - dato alte Minis u.a. selbstgebautes VollCabrio
1993 - dato Lancia Delta I u.a. HF4WD und diverse HF turbos
und ja: meine Shift-Taste funktioniert tatsächlich manchmal!!!
Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416730 antworten auf 416462 ] Fri, 28 September 2018 21:02 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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Moin Siegfried,

Gast schrieb am Sat, 22 September 2018 21:09

@Ulli


Ulli oder Uli?

Zitat:

na, na, immer dieses schwarzweiss Denken.


Also nicht ich...

Zitat:

Ja wo sollen die denn nun hin, die Arbeitsplätze. Auf´s Land sagst Du.


Also doch ich?

Du verwirrst.

Also... am Ende ist alles ganz einfach:
Wenn immer mehr Arbeitsplätze in den Städten entstehen, zieht es immer mehr arbeitende Menschen dorthin. Wenn es immer mehr Menschen dorthin zieht, kann man nicht dagegen anbauen und GLEICHZEITIG die Luftqualität verbessern (Stichworte wie Frischluftschneisen, Grünflächen etc.). Mehr Bauen ist also nur eine Scheinlösung, die sich zudem nicht flexibel dem Bedarf anpassen kann, weil sich der Trend vielleicht schon wieder umgekehrt hat, bevor die tausenden von Wohnungen/Häusern fertig sind (Stichworte: AI, dadurch Abbau von Büroarbeitsplätzen; Home Offices, ggfs. mit VR-/Augumented Reality-Hilfe - die City-Arbeitsplätze, von denen wir reden, sind schließlich keine Fabrik-Arbeitsplätze!).

Wenn also "Städte zubauen" nicht die Lösung ist, dann kann die Lösung nur sein: Weniger Konzentration in den Städten, raus auf's Land.

Und zwar entweder mit den Arbeitsplätzen, dann zieht die arbeitende Bevölkerung "von selbst" hinterher... oder raus aus den Städten mit denen, die nicht arbeiten.

Wer ist das: Das sind entweder Rentner, die von ihrem eigenen Geld leben und entweder ein Häuschen/eine Wohnung besitzen oder zur Miete wohnen - oder es sind Menschen, die auf die eine oder andere Art vom Sozialstaat leben. Und den kommen steigende Miete natürlich auch immer teurer - Stichwort Wohngeld.
Hier sehe ich eine zweite Option neben der Verlagerung von Arbeitsplätzen: Wenn man jeden Wohngeld-Bezieher eine "Abwanderungsprämie" bieten würde (z.B. in Höhe eines Jahres-Wohngeldes PLUS die Übernahme der Umzugskosten bis zu einem bestimmten Betrag, dann dürfte das für viele ein Anreiz sein.
Bargeld lacht - und die Kommune ist die Kosten für das Wohngeld los. Nach knapp über einem Jahr hätte sich so eine "Motivationshilfe" für die Kommune amortisiert. Und für den Leistungsempfänger? Der bekommt weiter soviel Geld wie bisher, nur sein Vermieter bekommt weniger.
Funktioniert nachtürlich nicht mit "ganz raus auf's Dorf" - dafür fehlt die Mobilität -, aber eine 100.000-Einwohner-Stadt wie Siegen hat beispielsweise signifikant niedrigere Mieten als z.B. Frankfurt.
Neben den Vorteilen für die Kommune würde eben mit jedem, der so ein Angebot annimmt, eine Wohnung in der Großstadt frei...

Schöne Grüße
Uli


J11 forever!

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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416735 antworten auf 415598 ] Fri, 28 September 2018 23:13 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Gast
Nabend Uli,
Du und verwirrt? Durch einen einzigen Buchstaben? Glaube ich nicht. Ach so, Du sprichst im Namen
anderer Verwirrter. Uli, sag es mir ruhig aber bitte leise, sind es viele?

Städte wachsen nunmal. Es ist ein uralter weltweiter Trend. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Saubere Luft in Städten bleibt illusorisch, so lange es nicht zu einer deutlichen Verringerung
von Fahrten von Einzelpersonen kommt. Das Auto ist deshalb gestrig, weil es nicht mehr zu dem
kommenden Ressourcenproblem des Planeten (und dem der Städte) passt.

Es ist schlichtweg irre, einen einzelnen, im Schnitt 90kg schweren Menschen
mit einem 1800kg schweren Gebrauchsgegenstand in/durch Städte fahren zu lassen. Ein Stromer
ist kaum leichter. Das nenne ich mal Ressourcenverschwendung.

Dazu kommen knapper werdende Flächenressourcen. Es ist eine unglaubliche Arroganz, wenn Zweibeiner
sich anmaßen, eigene Transportmittel, mit im Schnitt 8qm Fläche, in Städte zu zwängen, wenn er
selbst, stehend, nur ca. 1 Zehntel dieser Fläche einnimmt. Und er, der Zweibeiner,
kauft immer breitere und längere Autos, und fährt damit in Städte. Und er nennt sich
homo sapiens sapiens? Verstehe das wer kann.

Und jetzt kommt die Verkehrspolitik ins Spiel, die von der Justiz auf ein Abgasskandal hingewiesen
wurde und verhängt eine Hardwarenachbesserung, gegen, äh gegen, na, die kommen nicht drauf...
Dabei sollte endlich mal der ÖPNV maximal optimiert werden.

Nicht die Menschen sollen " ...raus aus den Städten..." sondern die Autos. So einfach ist das.

Gruss
Siegfried
Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416756 antworten auf 416735 ] Sat, 29 September 2018 09:43 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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Hallo Siegfried,
nun gibt es immer zwei Optionen:
- Der Staat (Wer ist das??? Die Mehrheit? Die "Elite"? Die "Lauten"? Die Rücksichtslosen? Die Erfolgreichen?) bestimmt, was seine Bürger zu tun haben. Ist historisch betrachtet "normal" - war beim Kaiser so und bei dem schnauzbärtigen Österreicher und ebenso im Arbeiter- und Bauernstaat. Trump hätte das auch gern so und die Türkei ist auf dem besten Wege dahin.

- Die Bürger entscheiden eigenständig, was sie wollen. Und wenn verschiedene Bürger verschiedenes wollen, dann ist das, was sie wollen, oft gesamtgesellschaftlich "suboptimal". Darunter fällt Gewinnmaximierung ebenso wie die soziale Hängematte, darunter fallen Abgasbetrug und die Fällung des Hambacher Forstes durch die RWE. Und ja, Autofahren gehört auch dazu.

Wie weit nun die Freiheit des Einzelnen geht und wo sie zugunsten des Allgemeinwohls eingeschränkt wird - das regeln bekanntlich Gesetze. Einige Parteien wollen sie verschärfen (z.B. die CSU mit Ihrer ach so christlichen Einwanderungspolitik), andere wollen sie entschärfen (Abschaffung von Apothekerprivilegien). Grundsätzlich muss man rückblickend sagen, dass in den letzten 30 Jahren (seit ich Politik aktiv verfolge) fast nur verschärft worden ist - egal ob Produkthaftung (Gewährleistungsregelung - ich bin damals deswegen aus dem Hardwarevertrieb ausgestiegen), Alkohol am Steuer (da war ich nie betroffen) oder eben die Schadstoff-Grenzwerte (mit der Konsequenz von Umweltzonen etc.) geht. Dabei sollte doch eigentlich das Gegenteil der Fall sein: Mit zunehmener Verfestigung der Demokratie sollte eigentlich die Freiheit des Einzelnen zunehmen!

Tatsächlich aber scheinen viele Einzelne mit dieser Freiheit überfordert zu sein und schreien nach dem starken Staat und dessen Vorgaben/Regelungen - von rechts (Flüchtlings-Themen) wie von links (Öko-Themen).

Ich finde die Entwicklung im Automarkt auch bescheuert. Außen immer größer und wuchtiger, innen immer beengter. Und ja, auch der Espace ist ein typischer Fall. Von "7 vollwertige Sitze auf 4,26 m Länge" bei knapp 1,2 t Leergewicht im Jahr 1984 hin zu "2 durch eine riesige Mittelkonsole in der Breite eingeschränke Sitze vorn, 3 Sitze in der Mitte, bei denen den äußeren die Kopffreiheit fehlt und 2 Kindersitze in der 3. Reihe - auf 4,86 m Länge" bei immer noch spürbar über 1,6 t (ja, der JK war noch schwerer) ist eine dinosaurierhafte Entwicklung: Der Panzer wächst. Und ja, irgendwann kommt die nächste Ölkrise und diese Dinosaurier werden ebenso auf dem Müllhaufen der Geschichte landen wie die Amischlitten der 50er bis 70er Jahre.

Schade ist, dass das anfänglich intelligente Van-Konzept nirgends mehr so konsequent verfolgt wird, wie das einst Matra gemacht hat. Deshalb J11 forever - und J63 im Alltag, so lange das geht.

Aber ganzu unabhängig davon und um mal wieder auf das Ausgangsthema zurückzukommen: Ich habe den offiziellen Luftreinhalteplan für das Rhein-Main-Gebiet gefunden und darin eine sehr interessante Tabelle entdeckt - die meiner Ansicht nach die Aussage widerlegt, dass der Flughafen einen Einfluss haben könnte:

index.php/fa/72775/0/
Quelle: https://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/LRP%20BALLUNGS RAUM%20RHEIN-MAIN%20Teilplan%20Frankfurt%20am%20Main%20Endve rsion.pdf

Beim Flughafen sind nur die Emissionen zwischen Boden und 914 m Höhe erfasst - alles darüber wird hier nicht berücksichtigt. Zwar ist NOx chemisch nicht dauerhaft stabil und wird üblicherweise binnen 24 h zersetzt, andererseits ist es schwerer als normale Luft (weshalb auch die Belastung in Bodennähe am Höchsten ist). Wer weiß, wieviel des in Frankfurt gemessenen NOx denn doch "von oben" kommt?

Schöne Grüße
Uli

[Aktualisiert am: Sat, 29 September 2018 09:43]


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416765 antworten auf 415598 ] Sat, 29 September 2018 14:29 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
braucki ist gerade offline braucki
Beiträge: 756
Registriert: August 2015
Ort: Düsseldorf
Espace-Verrückter
Hallo,
Gewicht und Platz 1984 und 2018 zu vergleichen ist ja auch nicht die ganze Wahrheit.
Da fehlen dann Klimaanlage, Servounterstützungen, elektrische Helferlein, die ganzen Sicherheitsfeatures (ABS, ESP, Airbags, sicherere Fahrgastzellen und Sitze etc., von den ganzen modernen Assistenzsystemen ganz zu schweigen) Das wiegt halt und braucht Platz.
Ich fände einen schönen großen Van von Dacia mit den nötigen Helferlein + einigen Assistenzsystemen mit einem Saugbenziner um 130PS (für mich auch gerne etwas mehr) mit Augenmerk auf der vernünftigen Nutzung des Innenraums (auch mit Drehsitzen) nicht schlecht. Der würde sich bestimmt weltweit gut verkaufen. Die Emissionen würden sich gut in den Griff bekommen lassen.
Und wenn man so über die europäischen Straßen schaut, fällt mir auf, dass aktuell viele Dacia Lodgy als Taxi und Mietwagen laufen. Denke mal, weil da Zuverlässigkeit, Preis und Platz vernünftig in Einklang sind.
In meinen Augen ist da ein J11/J63/JE/JK oder RFC nicht das richtige Fahrzeug um eine Familie zuverlässig, sicher und wirtschaftlich von A nach B zu bringen.
Für den der den Espace liebt, selber schraubt oder breit ist viel Geld in Erhält und Betrieb zu stecken ist das eine andere Sache. Wer aufs Geld achten muss oder möchte ist ein Lodgy in meinen Augen die bessere Wahl.
Wobei ich die letzte Strecke mit dem Wintergarten sehr genossen habe, obwohl die ersten paar Hundert Kilometer über Pässe und rappelvolle Landstraßen in den Dolomiten und Alpen sich sehr gezogen haben - aber die Sonne hat geschienen, also das Panoramadach auf und den Ausblick genießen - aus diesem Grunde ist der Espace mir einige Euros mehr an Hege und Pflege wert (aktuell gibt es Mal wieder neue Bremsen vorn und neue Dämpfer hinten).

[Aktualisiert am: Sat, 29 September 2018 14:33]


Grüße
Oliver

Grand Espace 25th 2.0 dci Autom.173PS MJ 2011
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Smart 450 Cabrio MJ 2003
Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416803 antworten auf 416765 ] Sun, 30 September 2018 12:31 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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Moin,
lass mal die Hälfte Deiner Aufzählung weg - es gab auch 1984 nie einen Espace ohne Servolenkung, Zentralverriegelung oder elektrische Fensterheber. Die waren selbst bei den einfachsten Ausstattungen von Anfang an immer an Bord. Aber ja - Sprengstoff und Klimaanlage waren da noch nicht üblich im (europäischen) Automobilbau.

Was das Konzept "Van" betrifft gebe ich Dir völlig recht: Da gibt es mit Sicherheit größeren Bedarf im "bezahlbaren" Umfeld als im "gehobenen". Und die Idee, eine besser ausgestattete "Premiumversion" als andere Marke zu verkaufen, hat sich ja nur mit entsprechend veränderte Karosserie durchgesetzt (Reinfall: VW Polo/Audi 50; Fiat Ulysse + Lancia Zeta/Phedra vs. VW Golf/Audi A3; Dacia/Clio; ...). In der Regel allerdings kamen zuerst die Premiumversionen und die "Billigheimer" wurden nachgeschoben.

Und ganz ehrlich: Einen Dacia, bei dem es nicht nur um VIEL AUTO für WENIG GELD, sondern um "Lifestyle" geht (da fallen die Drehsitze rein), WILL Renault doch bei Dacia gar nicht sehen!

Ich würde Deine Idee insofern dahingehend variieren, dass Renault und/oder Nissan in ihrem Portfolio Plätz hätten für ein Auto in der Größenordnung des Kangoo (der sicher demnächst auch auf der Plattform von Megane/Talisman/Espace stheen wird) mit leicht futuristischem Ambiente, gerne auch als Technologieträger (Hybrid/E-Antrieb) als Kontrastprogramm zu den SUVs, deren Trend ja immer weiter weggeht von "Gelände" und immer mehr hin zu "reine Optik". So ein Fahrzeug wäre sicher nicht billig, würde aber Aufmerksamkeit erregen - die Renault-Nissan zumindest in der deutschsprachigen Presse in dne letzten Jahren fehlt. Für Vergleichstests wären nur "historische" Wettbewerber wie Sharan oder Galaxy verfübgar, die man RICHTIG alt aussehen lassen könnte.

Die Verkaufszahlen dieses Premium-Modells würden eine untergeordnete Rolle spielen, denn man würde es nach wenigen Jahren abgespeckt um die teuren Features als Dacia in den Massenmarkt laufen lassen... z.B. als Nachfolger für den Lodgy, der ja noch auf der Clio-2-Plattform steht.

So wäre dann beides verfügbar: Ein teures, innovatives und mit cleveren (aber eben auch teuren) Features bestücktes Modell und ein potentielles Taxi, bei dem Drehsitze, Neigungsverstellung der Rücksitzlehnen, aber von mir aus auch Ambientebeleuchtung oder "FollowMeHome"-Lampen wegfallen würden. Ein Renault/Nissan als "Auto zum Leben" und der entsprechende Dacia als "Auto zum Fahren".

Schöne Grüße
Uli


J11 forever!

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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416805 antworten auf 415598 ] Sun, 30 September 2018 13:20 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
braucki ist gerade offline braucki
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Hallo,
welche Marke/Hersteller wäre mir ja egal ich bin da nicht affin zu einer Marke/zu einem Hersteller.
Aus dem diesem Grunde schaue ich auch aktuell sehr interessiert zu Citroen Berlingo, Peugeot Ritter und Opel Combo. Die gibt es ja aktuell mit langem Radstand und den aktuellen Assistenzsystemen und 6d-temp Motoren mit 130PS (Benzin und Diesel).
Denn auch bei den aufgeladenen Benzinern braucht es einen Partikelfilter, um zukunftssicher in die Ballungsräume zu kommen.

[Aktualisiert am: Sun, 30 September 2018 13:21]


Grüße
Oliver

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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416807 antworten auf 416805 ] Sun, 30 September 2018 14:56 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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Moin,
jepp, bei deren Ankündigung dachte ich auch: Das Format außen passt - Flexibilität und Ambiente nicht. Denen statt "Hochdachkombi" eine schicke Van-Karosse geschneidert, das Sitzkonzept Espace-like (Schienensystem, mittlere Sitzreihe herausnehmbar, vorne Drehsitze) und wir kommen der Sache schon ziemlich nah. Die Dacia-Version wäre dann ausstattungs- und designmäßig eher in der Liga dieser Hochdachkombis unterwegs...

Wobei wir da schon fast bei Kangoo vs. Scenic sind - denn die basierten bis vor 2 Jahren beide auf der Megane III-Plattform und werden wohl künftig beide auf der CMF-C/D-Plattform stehen. Nur, dass der Scenic NUR stylisch ist und ihm die innere Flexibilität fehlt... so dass er die ausgangs geschilderten Anforderungen leider nicht erfüllt.

Schöne Grüße
Uli


J11 forever!

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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416812 antworten auf 415598 ] Sun, 30 September 2018 16:50 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
braucki ist gerade offline braucki
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Also bleiben aktuell leider nur Trafic und die Derivate. Ein Vivaro Westfalia oder ein Trafic Evado - damit liebäugele ich ja schon lange (2.5dci. + Automatik). Aber leider haben die alten max. Euro 5 und die neuen sind ohne Automatik. Wobei die alten auch nur ein automatisiertes Schaltgetriebe haben. Benziner sind kaum zu finden, wenn nur älter und Schalter. Da sind wir dann wieder beim Thema.
Klar würde ich auch gerne einen T6 Multivan mit 2.0TSFI und Automatik nehmen. Aber die sind mir einfach zu teuer.
Ich würde auch auf dieses weitläufige Geschiebe der Sitze verzichten können. Mir wäre es lieber man könnte sie ebenerdig versenken. Wie z.B. beim Chrysler Voyager. Der Aus- und Einbau der Bestuhlung ist nämlich recht schwer und Platz muss man für die ganzen Dinger auch noch haben. Und wer gerne viel Raum und Schiebesitze haben möchte, der könnte ja einen Trafic mit dem Sitzsystem aus dem GJK Phase1 bestücken. Das gibt es günstig zu kaufen. Man sollte das Vorhaben natürlich mit seinem örtlichen Prüfer besprechen.


Grüße
Oliver

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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416819 antworten auf 416735 ] Sun, 30 September 2018 19:34 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
bernhard1.9gjk ist gerade offline bernhard1.9gjk
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Wie wär's denn, wenn man ganz einfach Priority-Spuren einführt, für Fahrzeuge die in die Stadt vollen und mit mehr als einer Person besetzt sind. Alle anderen dürfen sich auf der ersten Spur tummeln. Im besten Fall bringt das 50% Reduzierung des Verkehrsaufkommens.


LG Bernhard


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416828 antworten auf 416819 ] Sun, 30 September 2018 23:07 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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Hallo Bernhard,
einerseits eine gute Idee - andererseits staue ich mich nicht in die Stadt hinein, da fließt der Verkehr auf "meiner Strecke" prima, sondern auf der A5 in Richtung Frankfurt. Da stehe ich dann zusammen mit denen, die von Hamburg nach Basel wollen oder von Berlin nach Saarbrücken.

Aber ja: Für sicher 50% der Pendler wäre das Thema "Fahrgemeinschaft" zumindest ab einem gewissen Punkt machbar. Die anderen 50% arbeiten wie ich in Frankfurt, bis die Arbeit erledigt ist... das ist mal um 18 Uhr, häufiger um 19 Uhr, auch oft um 20 Uhr und manchmal eben auch erst Stunden später. Die Timeline ergibt sich im Laufe des Tages, d.h. ich kann meist morgens noch nicht sagen, wann ich abends nach Hause komme. Entsprechend schwierig würde sich eine Fahrgemeinschaft gestalten. Und mit diesen "unwägbaren" Arbeitszeiten bin ich wahrlich nicht alleine...

Wie schon gesagt: Ich habe keine Idee, wie das bei mir ohne "Individualverkehrsmittel" dauerhaft funktionieren sollte. Ein E-Auto kann ich mir noch nicht leisten, die zweit-umweltverträgliste Möglichkeit (abgesehen von noch utopischeren Dingen wie Wasserstoff) ist Gas.

Schöne Grüße
Uli


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416833 antworten auf 415598 ] Mon, 01 October 2018 10:46 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
braucki ist gerade offline braucki
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Hallo Uli,
wie weit hast du es denn bis an die Arbeit? Weniger als 80km mit der Option zum Nachladen an der Arbeit?
Wenn ja könnte ein Citroen C-zero oder Derivat von Peugeot oder Mitsubishi passen. Die gibt es in neuwertig deutlich unter 10k¤. Bis der Akku hin ist, kann man damit viele Jahre Pendeln, da die auf über 100k KM ausgelegt sind.
Ich wollte mit so einem Teil den Smart ersetzen aber die gibt es nicht mit zu öffnendem Dach motz


Grüße
Oliver

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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #416860 antworten auf 416833 ] Mon, 01 October 2018 23:54 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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Hallo Oliver,
hatte ich auch nach geschaut - aber zum einen sind die auf der Autobahn (30 von 50 km) doch arg limitiert und zum Anderen ist der Wertverlust immer noch gewaltig. Aktuell sind Fahrzeuge mit rund 40.000 km für ca. 8.000 EUR zu haben. Wenn ich damit NUR zur Arbeit fahre, komme ich auf 20.000 km pro Jahr. Bei einer Lebenserwartung von 100.000 km kann ich so ein Auto also 3 Jahre fahren - der Restwert mag dann noch 800 EUR betragen, der Wertverlust pro Jahr läge dann bei 2.400 EUR, also 200 EUR im Monat. Damit ist der Wertverlust höher als die Kraftstoff- und Reparaturkosten für den Espace. Versichung, ggfs. Steuer, Verschleißteile (Reifen, Bremsen, ...) kommen dann noch dazu - und natürlich der Strom. Damit dürften die Mehrkosten für mich bei locker 200-300 EUR im Monat liegen.

Nein - entweder muss der Espace weg, dann brauche ich einen reisetauglichen Elektro-7-Sitzer (gibts leider nicht zu kaufen - der einzige Elektro-7-Sitzer Nissan E-NV200 hat nur eine Reichweite von 120 km) oder das Zusatzfahrzeug darf keinen Wertverlust haben. Leider unrealistisch bei Einstiegspreise jenseits der 6.000 EUR (z.B. Smart, ist günstiger zu haben als die iMIEV und Co.).

Derzeit warte ich auf jeden Fall erst mal ab, was denn nun ab Februar WIRKLICH ist - offenbar ist die Urteilsbegründung letzte Woche eingegangen und wird jetzt geprüft, dann wird es hoffentlich vorwärts gehen.
Die DUH hat neben der Hauptklage auch noch einen Antrag auf einstweilige Anordnung gestellt, um so zu erreichen, dass trotz eines zu erwartenden Revisionsverfahrens (das ja normalerweise aufschiebende Wirkung hat) die Fahrverbote in Kraft treten würden. Also erstmal vollendete Tatsachen schaffen und dann endgültig urteilen... oder so.
Darüber muss das Oberverwaltungsgericht dann als erstes entscheiden, wenn die Landesregierung die angekündigte Revision beantragt. Erst wenn dann das OVG über die einstweilige Anordnung entschieden hat ist klar, wie es - zumindest bis zu einem Urteil im Revisionsverfahren - weitergeht.

Bis dahin ist alles Kaffeesatzleserei... und ich muss auf dieser Grundlage entscheiden, ob ich dem Auto einen neuen Motor verpasse und das bereits gekaufte neue Lenkgetriebe einbaue - danach ist TÜV angesagt. Wenn ich mich da JETZT ranmache, kann ich im Dezember wieder damit fahren. Eventuell halt nur für 4 Wochen... Aua!

Aktuell bin ich meist mit dem Laguna unterwegs (weil der LPG hat), während der Zweit-J637 nur selten zum Einsatz kommt (z.B. heute), wenn der Laguna anderweitig gebraucht wird. Das ist allerdings in der gesamten Zeit von Anfang November bis Ende Februar der Fall, weil Alexandras Bus da Winterschlaf hält. Und der Zweit-J63 ist ab Weihnachten das Auto meiner Tochter... ich habe dann also keins mehr, wenn der LPG-J63 bis dahin keinen TÜV hat. Oder ein anderes Auto gekauft ist, was ich nicht will - wo ich aber befürchte, dass es darauf hinauslaufen wird.

So ein Sch...

Schöne Grüße
Uli


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #417232 antworten auf 416860 ] Fri, 12 October 2018 01:16 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Neues aus Frankfurt: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/wie-sich-frankfurt-auf -das-drohende-fahrverbot-vorbereitet,wie-sich-frankfurt-auf- das-dieselfahrverbot-vorbereitet-100.html

Zitat:

So wird das neue Verbotsschild für betroffene Dieselfahrzeuge wohl aussehen: Ein roter Kreis mit "Einfahrt verboten" - und darunter: "Diesel bis Euro 5 und Benziner bis Euro 3, Elektrofahrzeuge frei".


Jetzt also auch EURO 3-Benziner??? Und keine Ausnahmen für Gas!?

Die Stadt hat auf meine Anfragen bisher NULL reagiert, von der DUH kam auch nichts mehr.

Inzwischen tendiere ich auch dazu, das komplett zu igorieren. Die haben doch den A... offen!

Gereizte Grüße
Uli

[Aktualisiert am: Fri, 12 October 2018 01:17]


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #417242 antworten auf 415598 ] Fri, 12 October 2018 09:29 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
MAN-Fan ist gerade offline MAN-Fan
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Moin Uli,
Mich betrifft es ja nicht so sehr da ich nicht in eine Großstatt muss zum arbeiten. Aber sollten die Städte Osnabrück Hannover oder Bielefeld solche Umweltzonen einführen dann werde ich eben noch mehr online bestellen und somit noch mehr die Geschäfte in den Städten kaputt machen. Und das werde ich nicht alleine sein. Das werden dann immer mehr Leute tun und das schadet dann wieder.
Zur not kaufe ich mir nen alten Diesel mit H Kennzeichen. Dann is das egal. Nur der rußt dann richtig.

MfG Bastian


Seit Januar 2006 Espace J637 2,2 Limited mit vielen selbstgebauten Extras, 300tKm.
Wird neu aufgebaut für Treffen und H Kennzeichen.
Seit August 2014 GJK 2,0 DCI FAP 150PS in Atakama Beige und Panorama Dach, 03/17 hat er 117tkm
Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #417246 antworten auf 415598 ] Fri, 12 October 2018 09:49 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
braucki ist gerade offline braucki
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Hallo Uli,
eine Ausnahmegenehmigung ginge doch eigentlich nur für reine Erdgasfahrzeuge. Bei einem umgerüsteten Benziner hast du doch beides und kannst hin und her schalten, die Anlage selber kann umschalten und beim Start läuft der Wagen auch immer auf Benzin. Ich kann man mir nicht vorstellen, dass es für diese Fahrzeuge eine Ausnahme gibt. Grundsätzlich haben die Kommunen mit den Fahrverboten schon genug Theater, da werden die nicht für die LPGs noch eine Sonderregelung schaffen.
Wenn das in FFM wirklich so kommt, dann werden sich Pendler wohl einen D6-temp Diesel oder einen gebrauchten Benziner > Euro3 kaufen müssen. Aber selbst mein alter Smart von 2003 (61PS Turbo) ist ein Euro4 Fahrzeug. Also sollte die Sondergenehmigung LGP für <Euro4 für noch ältere Fahrzeuge gelten - so viele wird es davon leider nicht mehr geben, dass man für diese etwas "bastelt".
Ist nicht mein Wunsch sondern meine Einschätzung in dieser Sache.
Mein Wunsch wäre, dass man einmal zugelassene Fahrzeuge so lange überall fahren darf, wie man möchte.
Das man die Autobauer zwingt (wie auch immer) die gefakten Fahrzeuge umzurüsten oder mit wirklich hohen Prämien zurückzukaufen, wenn eine Umrüstung nicht möglich ist. Falls ausländische Fahrzeugbauer der Meinung sind da nicht mitzumachen, sollte man diese mit hohen Strafen belegen und die Einnahmen daraus für die Umrüstung oder den Rückkauf der Fahrzeuge nutzen.


Grüße
Oliver

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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #417386 antworten auf 417246 ] Tue, 16 October 2018 00:22 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
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Moin allerseits,
in Sachen LPG nochmal der Hinweis auf Frankreich: Dort gibt es in der Liste der Antriebsarten "EG Bicarburation essence-GPL". Ohne französisch zu können verstehe ich, dass das der bivalente Antrieb Benzin + LPG ist. In der Simulation gibt es eine On-Mouse-Over-Hilfe, bei der klar angezeigt wird: mit Schlüssel EG ist als Kraftstoff "Gaz" auszuwählen. Dafür gibt's auch mit EURO2 die supersaubere Plakette mit der 1, besser sind nur Elektrofahrzeuge.

Das ist der eine Punkt.

Der andere ist: Klar darf man nicht erwarten, dass man mit dem Auto überall hinfahren darf. Darf man mit dem Fahrrad nicht (Schnellstraßen) und mit dem Auto auch seit den 60ern nicht mehr (Fußgängerzonen).
Neu war mit Einführung der Feinstaubplaketten die Differenzierung, manche dürfen und manche nicht. Die Regeln waren schon da reichlich sinnfrei (wieso darf ein EURO1-Vorkammerdiesel, der keine lungengängigen Feinstaubpartikel erzeugt, nicht rein, ein EURO4-Direkteinspritzer-Diesel, der reichlich Feinstaub ausstößt, dagegen schon?) - und das scheint diesmal nicht besser zu sein (NOx-Schleuder EURO6a- und 6b-Diesel rein, NOx-Knauserer EURO1- und EURO2-Benziner raus).

Während man aber beim Feinstaub-Unsinn noch auf die üblichen Verdächtigen (also die Politiker) schimpfen konnte ist mir diesmal leider total unklar, wer das mit den Benzinern verbockt hat: Die DUH oder das Gericht oder beide zusammen!?

Ach ja. Hatte kürzlich mal nachgeschaut: In Hessen gibt es etwa 35.000 Gas-Autos mit EURO1 und EURO2, aber nur ca. 5000 Elektroautos (Bestandsstatistik vom KBA). Wenn die Gas-Autos mit EURO1 und 2 also zu wenige für eine "Ausnahme" sind, wieso sind die Elektroautos dann genug? Oder umgekehrt: Wenn es für 5000 Elektroautos eine separate Regelung gibt - warum nicht für 35.000 Gas-Fahrzeuge?

Schöne Grüße
Uli


P.S.
Außer dem VW-Konzern gab es doch bisher keine echten Betrugssoftware-Fälle, oder? Alles andere ist nur "Ausnutzen von schlecht definierten Testbedigungen" - und völlig legal (wenn auch nicht legitim).


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #417391 antworten auf 415598 ] Tue, 16 October 2018 07:05 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
braucki ist gerade offline braucki
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Nö,
die machen schon alle mit Wink Audi/Porsche (da sind intern ja auch schon Köpfe gerollt und Porsche bietet doch nach meinem Wissen gar keine Diesel mehr an) auf jeden Fall und Opel ist der aktuellste Fall.
Wenn Renault ein deutscher Konzern wäre, hätten sie die hier auch am Wickel, die haben ja ein paar ganz besonders schlechte Euro5-Exemplare. Aber auch die könnte man ja in D mit deutlichen Strafen für jedes einzeln zugelassene Schummelauto (z.B. in Höhe der Hälfte des Listenpreises) erwischen - dann würden die Fahrzeuge auch schnell vom Markt verschwinden oder erhielten neue Abgasreinigungstechnik.
https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2018-10/abgasskan dal-opel-diesl-abschalteinrichtung-rueckruf
Aber die anderen Autobauer auf der Welt werden für Europa bei gleicher Abgasreinigung nicht anders vorgegangen sein, da ja entscheidende Komponenten der Motoren- und Abgastechnik von Zulieferern kommt


Grüße
Oliver

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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #417453 antworten auf 417391 ] Wed, 17 October 2018 00:28 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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Hallo Oliver,
bei Opel haben sie angeblich eine zusätzliche Abschalteinrichtung gefunden, für die es bis dato keine "Begründung" des Herstellers gibt - der aber umgekehrt immer damit argumentiert hat, die verschiedenen "Abschaltfenster" dienten nur dem Schutz des Motors (zu warm, zu kalt, ...) - und zum Schutz des Motors war "Abschalten" nach den alten Regeln erlaubt.

Und ja, diese Lücke haben sich alle zunutze gemacht. Das ist so, als wenn ich ein Tempolimit einrichte - mit der Ergänzung, dass es legal ignoriert werden darf, wenn man es eilig hat. Was glaubst Du, wie eilig es alle plötzlich hätten!
In diesem Fall musste halt der Motor fast immer geschont werden - außer bei Prüfstandskonditionen.

Bosch/VW waren nur so doof, und haben die Abschaltung nicht an "Gründe" gekoppelt, sondern an das Prüfstands-Fahrprofil bzw. die Vorbereitung darauf. Dadurch war klar, dass es hier NICHT um einen Schutz des Motors, sondern um Betrug ging. Bosch hatte ja wohl VW noch darauf hingewiesen und die Entfernung dieser Funktion vor Serienstart empfohlen, wenn ich richtig informiert bin. Aber VW wollte die Software gern genau so haben...


Was halt WIRKLICH falsch gelaufen ist war die Definition der Ausnahmen - die hätte (wenn überhaupt) wesentlich konkreter sein müssen. So hat der Gesetzgeber (in diesem Fall die EU) eben scheunentorgroße Schlupflöcher gelassen, durch die jetzt NOx ins Freie gelangt.

Schöne Grüße
Uli


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #417875 antworten auf 415598 ] Fri, 26 October 2018 11:40 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
becks2006
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hallo leute,
da die diskussion mal wieder eingeschlafen scheint, geb ich mal futter sprich diskussionsstoff!

@ uli,
Classic Uli schrieb am Thu, 20 September 2018 02:23

Moin,
zuerst mal... in Butzbach bin ich Ende der 90er gelandet, weil es auf halber Strecke zwischen Frankfurt und Herborn lag, wo meine beiden wichtigsten Kunden waren. Geblieben sind wir einerseits wegen des sozialen Umfeldes (insbesondere für die Kinder), der vergleichsweise guten Anbindung über die A5 und natürlich auch der Kosten.


du solltest dich nicht dafür rechtfertigen in butzbach zu wohnen. ich wollte nur verdeutlichen dass es viele intentionen und gründe gibt „in/nahe der stadt“ oder „auf dem land“ zu wohnen. das ist bestimmt auch immer ein kompromiss zwischen verschiedenen interessenslagen und bedürfnissen.
Zitat:


Seit über 10 Jahren bin ich inzwischen in Frankfurt angestellt. Auf den Kopf 50 km zur Arbeit bei im Schnitt 20 Arbeitstagen im Monat (auf's Jahr ca. 240 Werktage - davon müsste ich noch den Urlaub abziehen) macht 2.000 km im Monat für den Weg zur Arbeit. Die übrigen ca. 10.000 km im Jahr sind Privatvergnügen (letztes Wochenende Bodensee, vor 3 Wochen Naumburg, vor 6 Wochen Bodensee... usw.) und haben nichts mit "Pendeln" zu tun.
Also 2.000 km x 10 Ct. = 200 EUR im Monat für's Autofahren All Inclusive. Ja, ich fahre wirklich billig, weil auf LPG (übrigens auch seit der Spritpreis-Welle 2008) und ohne Wertverlust.
Würde mich der Weg 1.000 Euro kosten würde ich zu Hause bleiben. Dafür lohnt sich Arbeiten nicht. Und 4 Stunden Fahrzeit jeden Tag geht gar nicht.


ich wollte damit andeuten dass die meisten leute gar nicht wissen wie viel sie für ihr "heilig´s blechle" im monat löhnen. ich wette das wissen die meisten nicht. meine frau sagt dazu auch immer: „wieso? ne tankfüllung kostet doch nur 70¤.“ daß da aber noch ganz andere und auch größere kostenstellen dranhängen ist den meisten gar nicht (mehr) bewusst!
mir gings im übrigen nicht darum dass du auf önv umsteigen solltest sondern 1. um ein allgemeines umdenken von pro-auto auf pro-önv und zwar über ne steuerung durch preise und politik/obrigkeit (anders geht das nmm eh nicht!) und 2. eine alternative für dich aufzuzeigen. also: steigen leute – nicht du persönlich aber vielleicht auch du – auf önv um wenn eine andere ideologie transportiert wird und/oder auch ein monetärer anreiz besteht (in form z.b. eines free-önv)? stichwort: verkehrswende!
mit dem jetzigen konzept ist das vorhandene önv oft keine alternative zum eigenen auto! obwohl ich erst vor kurzem gehört habe dass immer mehr leute den önv nutzen! ich glaub 4,6% mehr wie im letzten jahr.
Zitat:


hatte ich auch nach geschaut - aber zum einen sind die auf der Autobahn (30 von 50 km) doch arg limitiert und zum Anderen ist der Wertverlust immer noch gewaltig. Aktuell sind Fahrzeuge mit rund 40.000 km für ca. 8.000 EUR zu haben. Wenn ich damit NUR zur Arbeit fahre, komme ich auf 20.000 km pro Jahr. Bei einer Lebenserwartung von 100.000 km kann ich so ein Auto also 3 Jahre fahren - der Restwert mag dann noch 800 EUR betragen, der Wertverlust pro Jahr läge dann bei 2.400 EUR, also 200 EUR im Monat. Damit ist der Wertverlust höher als die Kraftstoff- und Reparaturkosten für den Espace. Versichung, ggfs. Steuer, Verschleißteile (Reifen, Bremsen, ...) kommen dann noch dazu - und natürlich der Strom. Damit dürften die Mehrkosten für mich bei locker 200-300 EUR im Monat liegen.


DU fährst halt im moment einfach saugünstig WEIL u.a. kein/kaum wertverlust anfällt in kombi mit lpg. bei wertverlust-behafteten fahrzeugen und 20tkm jährlicher fahrleistung dürfte mind. 200¤/monat allein für den wertverlust zu veranschlagen sein. weil mein schwiegervatter auch immer mit solchen für sich „geschönten“ berechnungen kommt hab ich vor nem halben jahr mal ne excel-datei entwickelt die zeigt was ein auto wirklich kosten kann! anbei für alle zur weiterverwendung (einfach meine beispiele rauslöschen und formeln übernehmen oder weiterentwickeln)!!! ist ne mischung aus erfahrungswerten und schätzungen! s.u.
Zitat:


Nein - entweder muss der Espace weg, dann brauche ich einen reisetauglichen Elektro-7-Sitzer (gibts leider nicht zu kaufen - der einzige Elektro-7-Sitzer Nissan E-NV200 hat nur eine Reichweite von 120 km) oder das Zusatzfahrzeug darf keinen Wertverlust haben. Leider unrealistisch bei Einstiegspreise jenseits der 6.000 EUR (z.B. Smart, ist günstiger zu haben als die iMIEV und Co.).
Bis dahin ist alles Kaffeesatzleserei... und ich muss auf dieser Grundlage entscheiden, ob ich dem Auto einen neuen Motor verpasse und das bereits gekaufte neue Lenkgetriebe einbaue - danach ist TÜV angesagt. Wenn ich mich da JETZT ranmache, kann ich im Dezember wieder damit fahren. Eventuell halt nur für 4 Wochen... Aua!


wieso? du darfst doch nur nicht nach frankfurt reinfahren! das sind von deinen 35tkm/j gerade mal – wenn ich richtig rechne – 2-3tkm/j – oder? reisetauglicher elektro-7-sitzer ist doch ein widerspruch in sich? geht (wg. fehlender reichweite vs. reise = oft größere entfernungen) wahrscheinlich nur als hybrid?
Zitat:


Aktuell bin ich meist mit dem Laguna unterwegs (weil der LPG hat), während der Zweit-J637 nur selten zum Einsatz kommt (z.B. heute), wenn der Laguna anderweitig gebraucht wird. Das ist allerdings in der gesamten Zeit von Anfang November bis Ende Februar der Fall, weil Alexandras Bus da Winterschlaf hält. Und der Zweit-J63 ist ab Weihnachten das Auto meiner Tochter... ich habe dann also keins mehr, wenn der LPG-J63 bis dahin keinen TÜV hat. Oder ein anderes Auto gekauft ist, was ich nicht will - wo ich aber befürchte, dass es darauf hinauslaufen wird. So ein Sch...


wie wär´s mit dieser lösung? wenn wirklich das fahrverbot kommt: bis bonames o.a. vorort mit U-anschluß außerhalb der umweltzone (anmerkung: ich hab die örtlichen gegebenheiten NUR im netz versucht zu recherchieren!) mit dem lpg-j637 > U2 bis zur eschersheimer landstraße an der ca. alle 300-400m ne u-bahn-haltestelle ist! und da dann ja ein fester parkplatz bei deinem geschäft leer wird, sollte dir dein chef hoffentlich auch die jahreskarte für die kurzstrecke mit der u-bahn bezahlen? keine ahnung was die kostet! ist aber bestimmt billiger wie 1 parkplatz!
also ich fahre lpg nur wg. dem billigen sprit; die etwas geringeren emissionen sind da nur ein netter nebeneffekt der mein ökologisches gewissen aber wenig beruhigt! ich versuche in erster linie überflüssige fahrten zu vermeiden bzw. aufgaben synergetisch zu verbinden! oder gleich mit dem fahrrad oder per pedes, denn da profitiert noch dazu mein körper. hast du da etwa ne andere denke/priorität?
Zitat:


Vor allem aber hat mich der Streß damals fertig gemacht - schnell noch den Zug kriegen. Passt der Anschluß? Einmal wurde der Zug "mal eben" über Hanau umgeleitet, kam eine Stunde später an. Ein anderes Mal (ich hatte meine Frau schon zum Abholen angerufen) war "Personenschaden" auf der Strecke, der Zug fuhr wieder nach Frankfurt zurück. Ich kam letzten kurz vor Mitternacht in Butzbach an und bin die 10 km in unseren Vorort nachts durch den Wald gelaufen - immerhin war es trocken.
Sitzplätze? Morgens? Abhaken. 3x Umsteigen? Immer.
Nein, das ist eine Notlösung für ein paar Tage oder Wochen - aber nichts für die nächsten 17 Jahre.
Die Lösung für das GANZE Problem ist eigentlich einfach: Die Arbeitsplätze müssten raus aus der Stadt auf's Land!


na ja das wirst wahrscheinlich nicht mal du schaffen dass dein arbeitgeber nach butzbach umzieht! was ist mit home-office???
Zitat:


Andererseits... wir suchen seit 10 Jahren Entwickler/Programmierer. Seit ca. 5 Jahren (nachdem die Suche in DE nachhaltig erfolglos war) haben wir angefangen, in Osteuropa zu akquirieren - und für die Jungs und Mädels ist "Frankfurt" ein echtes Argument, für "Butzbach" würden die sicher nicht auswandern. Man kann es halt nicht allen recht machen...


ihr aquiriert da wahrscheinlich mit dem argument großraum frankfurt denn auch wenn ihr in eschborn wärt würdet ihr das genauso handhaben und die aquirierten werden nachher kaum in der eschersheimer landstraße wohnen sondern irgendwo in der nähe oder im speckgürtel (je nach entlohnung) – oder in butzbach? Frankfurt ist halt weltweit ein begriff und butzbach (gottseidank?) nicht! ich sag auch immer dass ich in heilbronn wohne weil das kaff in dem ich wirklich wohne niemand kennt und es nix bringt wenn ich jemand diesen ortsnamen an den kopf werfe. genau deshalb wollen ja auch viele migranten und auch touristen in die großen städte weil die im ausland ein begriff sind. heilbronn kennt da niemand und butzbach schon gar nicht! nur so nebenbei: hab vorletzte woche erst mitbekommen dass mein heilbronn auch zu den 14 intensivstädten in deutschland gehören soll! ob da was bzgl. fahrverbot im busch ist hab ich noch gar nicht mitbekommen.
Zitat:


Aber ganzu unabhängig davon und um mal wieder auf das Ausgangsthema zurückzukommen: Ich habe den offiziellen Luftreinhalteplan für das Rhein-Main-Gebiet gefunden und darin eine sehr interessante Tabelle entdeckt - die meiner Ansicht nach die Aussage widerlegt, dass der Flughafen einen Einfluss haben könnte:

index.php/fa/72775/0/
Quelle: https://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/LRP%20BALLUNGS RAUM%20RHEIN-MAIN%20Teilplan%20Frankfurt%20am%20Main%20Endve rsion.pdf

Beim Flughafen sind nur die Emissionen zwischen Boden und 914 m Höhe erfasst - alles darüber wird hier nicht berücksichtigt. Zwar ist NOx chemisch nicht dauerhaft stabil und wird üblicherweise binnen 24 h zersetzt, andererseits ist es schwerer als normale Luft (weshalb auch die Belastung in Bodennähe am Höchsten ist). Wer weiß, wieviel des in Frankfurt gemessenen NOx denn doch "von oben" kommt?


sorry aber die tabelle ist von 2006-2008!!! gab´s damals überhaupt schon euro4- und euro5-diesel? heutzutage sind die dieselfahrzeuge allein für 75% der NOx-emissionen verantwortlich. hat wenigstens der vorsitzende des städtetags vor kurzem im TV behauptet!
Zitat:


Ach ja. Hatte kürzlich mal nachgeschaut: In Hessen gibt es etwa 35.000 Gas-Autos mit EURO1 und EURO2, aber nur ca. 5000 Elektroautos (Bestandsstatistik vom KBA). Wenn die Gas-Autos mit EURO1 und 2 also zu wenige für eine "Ausnahme" sind, wieso sind die Elektroautos dann genug? Oder umgekehrt: Wenn es für 5000 Elektroautos eine separate Regelung gibt - warum nicht für 35.000 Gas-Fahrzeuge?


sorry uli, was ist denn das für ne argumentation? das sind nicht zu wenige sondern zu dreckige! e-fahrzeuge mit euro1+2-lpg-fahrzeugen zu vergleichen ist ja wie kirschen mit melonen. selbst mit lpg sind die euro1/2-benziner relative drecksschleudern! dass lpg-euro1/2er sauber sind ist ein ammenmärchen. die sind sauberer als ohne lpg aber dreckiger wie euro3-benziner, die immerhin alle auch schon an die 20 jahre alt sind! und wenn euro3-benziner ausgesperrt werden sollen, fallen halt auch lpg-euro1/2er nicht unter „ausnahmegenehmigung“! vllt. einfach mal in die tabellen für die abgasnormen reinschauen s. https://de.wikipedia.org/wiki/Abgasnorm

bin mir aber sicher daß auch DU ne lösung finden wirst WENN das fahrverbot wirklich kommen sollte!


@ siegfried: wie ich vorhergesagt habe!

@ oliver: porsche hatte nie eigene diesel-motoren im programm; die waren alle aus dem konzern-regal von audi!
Zitat:


Aber die anderen Autobauer auf der Welt werden für Europa bei gleicher Abgasreinigung nicht anders vorgegangen sein, da ja entscheidende Komponenten der Motoren- und Abgastechnik von Zulieferern kommt


es deutet eh vieles drauf hin dass die ganze beschiss-software nicht von den autoherstellern sondern von den zulieferern kommt wahrscheinlich bosch der ja da bei fast jedem hersteller irgendwie mitmischt. zwar initiiert von den herstellern aber gelöst von den spezialisierten zulieferern. für die rechtfertigungsargumente haben sie sich dann wahrscheinlich – anfangs ziemlich schlecht s. vw/bosch - abgesprochen!

@all: ist denn keiner aus der umgebung von mainz hier der sich durch das gestrige urteil in seiner persönlichen freiheit beschränkt sieht?

und jetzt: ANGIE will ein fahrverbot bei geringfügiger überschreitung der grenzwerte – 50µg sind ja nur 25% drüber – per kurzfristiger gesetzesänderung abschmettern anstatt die betroffenen dieselfahrer zu ünterstützen und die betroffenen bürger zu schützen! das ist der sargnagel für diese kanzlerschaft.
und die fdp will gleich die meßstationen an anderen punkten aufstellen damit die gemessenen werte nicht so hoch ausfallen! am besten in den wald damit! ich komm mir schon vor wie in absurdistan! crazy
ABER: jetzt warten wir einfach mal die hessen-wahl am sonntag ab! vielleicht ergeben sich da ja ganz neue ausgangspunkte falls die cdu-geführte regierung abgewählt werden sollte! und das deutet sich ja nach den ergebnissen der bayern-wahl und den aktuellen prognosen durchaus an?

vg becks



seit 08/2017: J638-2,9l-V6 mit LPG, EZ 92, 340tkm "so günstig bin ich noch nie Auto gefahren!"
06/2012 - 07/2017: J637-2,2l-LPG EZ 95, 260tkm, i.M. in Reparatur! erste Erfahrungen mit Autogas!
davor viele viele diverse Fahrzeuge verschiedener Hersteller darunter als "Lieblingsmodelle"
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und ja: meine Shift-Taste funktioniert tatsächlich manchmal!!!
Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #419230 antworten auf 415598 ] Tue, 27 November 2018 11:22 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
becks2006
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s. https://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=77340
in bezug auf die angeblich von toyota hauptfinanzierte duh: toyota trägt zum haushalt der duh weniger als 1% bei; in der regel ein mittlerer 5stelliger ¤-betrag jährlich.
haupteinnahmequellen des 8mio-etats sind zu ca. 50% spenden, sponsoring und zuschüsse u.a. von der bundesregierung, der eu, telekom, krombacher und und und...
haupteinzeleinahmequelle sind aber erträge aus abmahnungen (ca. 30%)!! u.a. gegenüber autoherstellern die ihre kunden durch falsche angaben/versprechungen "betrügen"!
vg becks


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #419789 antworten auf 419230 ] Mon, 10 December 2018 00:44 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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becks2006 schrieb am Tue, 27 November 2018 11:22

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Moin,
in der Tat wird die Sache mit der DUH langsam transparenter. Allerdings richten sich die Abmahnungen wohl in den meisten Fällen nicht gegen Autohersteller, sondern gegen Händler, die die Kennzeichnungspflichten (Effizienzklasse etc.) nicht oder nicht formal korrekt umsetzen - egal ob im Internet, in der Zeitung/Zeitschrift oder bei der Auszeichnung am Fahrzeug. Ein äußerst ehrenwertes Geschäft!
(Hatte ich schonmal erwähnt, dass das ganze Abmahnwesen dahingehend reformiert gehört, dass meiner Ansicht nach vor einer kostenpflichtigen Abmahnung immer eine kostenfreie Ermahnung (mit einer Frist zur Überarbeitung/Korrektur und gern auch der Unterlassungserklärung) vorausgehen müsste?)

Krombacher als ein wichtiger Sponsor hat sich mittlerweile von der DUH getrennt, Toyota hat angekündigt, die Projekte auslaufen zu lassen. Recht haben sie. Abmahn- und Klagevereinen gehört die finanzielle Grundlage entzogen.

Der aktuelle Stand in Frankfurt ist übrigens hier beschrieben:
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/neue-vorschlaege-gegen -diesel-fahrverbot-in-frankfurt,diesel-fahrverbot-frankfurt- vgh-100.html

Mit anderen Worten: Seit September nichts Neues. Noch 6 Wochen bis zum Fahrverbot. Oder auch nicht. Das ist für Zigtausende das Gegenteil von "Planungssicherheit".

Schöne Grüße
Uli


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #420251 antworten auf 415598 ] Thu, 20 December 2018 14:21 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
becks2006
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Classic Uli schrieb am Mon, 10 December 2018 00:44

becks2006 schrieb am Tue, 27 November 2018 11:22

NACHTRAG:
gestern beim 3sat-wissenschaftsmagazin NANO gesehen:
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in bezug auf die angeblich von toyota hauptfinanzierte duh: toyota trägt zum haushalt der duh weniger als 1% bei; in der regel ein mittlerer 5stelliger ¤-betrag jährlich.
haupteinnahmequellen des 8mio-etats sind zu ca. 50% spenden, sponsoring und zuschüsse u.a. von der bundesregierung, der eu, telekom, krombacher und und und...
haupteinzeleinahmequelle sind aber erträge aus abmahnungen (ca. 30%)!! u.a. gegenüber autoherstellern die ihre kunden durch falsche angaben/versprechungen "betrügen"!
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Moin,
in der Tat wird die Sache mit der DUH langsam transparenter. Allerdings richten sich die Abmahnungen wohl in den meisten Fällen nicht gegen Autohersteller, sondern gegen Händler, die die Kennzeichnungspflichten (Effizienzklasse etc.) nicht oder nicht formal korrekt umsetzen - egal ob im Internet, in der Zeitung/Zeitschrift oder bei der Auszeichnung am Fahrzeug. Ein äußerst ehrenwertes Geschäft!




hallo uli,
du pflegst dein feindbild aber säuberlich!
da wird nix transparenter und schon gar nicht langsam! das war schon immer nachzulesen; nur wenn halt ein dummer populist oder lobbyist - damit bist explizit nicht DU gemeint! - so platitüden raushaut und jeder sie nur nachplappert kommen solche falschen "wahrheiten" raus!
und wenn abgemahnt wird wg. bestehender verfehlungen kann ich nix dran negativ oder verwerflich finden. durchaus auch ein ehrenwertes geschäft wenn es als hauptintension nicht die eintreibung von abmahngebühren hat. im internetzeitalter hat man oft das gefühl sich im rechtsfreien raum zu befinden weil jeder sich selbst sein recht zusammenschustert und wenn da jemand was dagegen unternimmt ist das doch rechtens! unberechtigte abmahnungen lehne ich natürlich strikt AB!

Zitat:



Hatte ich schonmal erwähnt, dass das ganze Abmahnwesen dahingehend reformiert gehört, dass meiner Ansicht nach vor einer kostenpflichtigen Abmahnung immer eine kostenfreie Ermahnung (mit einer Frist zur Überarbeitung/Korrektur und gern auch der Unterlassungserklärung) vorausgehen müsste?




wenn man die geschwindigkeit überschreitet oder falsch parkt bekommt man auch nicht erst ne ermahnung - oder? ich halt´s da wie bei den grenzwerten: wenn ne grenze/gesetz überschritten wird scheint was im argen zu liegen und handeln erforderlich zu sein. wenn man sich korrekt verhält bekommt man keine abmahnung. ist mir wenigstens noch nie passiert - im gegensatz zu tickets u.a. wg. etwas zu schnellem fahren die ich mir ab und an einhandle und die ich dann i.d.r. auch immer umgehend bezahle! ich bin ja selbst schuld wenn ich mich dabei erwischen lasse!!!

Zitat:



Krombacher als ein wichtiger Sponsor hat sich mittlerweile von der DUH getrennt, Toyota hat angekündigt, die Projekte auslaufen zu lassen. Recht haben sie. Abmahn- und Klagevereinen gehört die finanzielle Grundlage entzogen.




hört sich an wie ne scheidung! anders wird aber ein schuh draus: krombacher hat mit seinem regenwaldprojekt versucht für sich selbst ein „grüneres“ image zu generieren. da die kampagne nicht mehr besteht gab´s auch keine veranlassung solche projekte weiter zu „begleiten“:
und krombacher als wichtigen sponsor zu bezeichnen ist ja schon eher ein treppenwitz. schon 2018 ließen sie der duh NICHTS zukommen. und bei einem jahresetat von ca. 8mio ¤ kann man dort offensichtlich auf die 150t ¤ wie auch auf die 50t von toyota getrost verzichten (zusammen nur ca. 2,5% vom gesamtetat) zumal anscheinend immer mehr spenden betroffener bürger und institutionen eintrudeln die die geleistete arbeit der duh für gut befinden. demgegenüber stehen auch zahlreiche umwelt-errungenschaften die tw. der duh zuzurechnen sind.

Zitat:



Der aktuelle Stand in Frankfurt ist übrigens hier beschrieben:
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/neue-vorschlaege-gegen -diesel-fahrverbot-in-frankfurt,diesel-fahrverbot-frankfurt- vgh-100.html
Mit anderen Worten: Seit September nichts Neues. Noch 6 Wochen bis zum Fahrverbot. Oder auch nicht. Das ist für Zigtausende das Gegenteil von "Planungssicherheit".




meine meinung: die klagerei der duh hat wenigstens dafür gesorgt daß sich die kommunen bewegen, sich entsprechende gedanken machen (müssen) und auch maßnahmen ergreifen damit die derzeit bestehenden verfehlungen dahingehend gemindert werden damit man wieder in bereiche unter/um die grenzwerte kommt. und dies ist doch ein heres ziel zum wohle der allgemeinheit - oder?

zu guter letzt stelle ich mal folgende frage: wo wäre die ganze diskussion um schadstoffärmere innenstädte, dieselgate und hardwarenachrüstungen ohne die klagerei der duh? wahrscheinlich auf dem stand von vor 5 jahren: da waren unsere diesel angeblich innovationsmonster und supersauber und die innenstädte die reinsten wohlfühloasen und dieselgate undenkbar. aber die wahre geschichte ist oft anders als das wunschdenken der mit der industrie verbandelten politik! ich sag nur cdu-beziksverband nordwürttemberg der anscheinend der duh die gemeinnützigkeit aberkennen lassen will! ehrenvorsitzender dort ist der cheflobbyist der automobilwirtschaft dr. matthias wissmann. nachtigall ick hör dir trapsen! das kann wohl als gegenleistung für die millionenspenden der automobilindustrie an die cdu verstanden werden? im eigentore schiessen waren die schon immer gut! s. dobrindt und scheuer und jetzt bilger/wissmann! absurd!

hat denn eigentlich die einführung der umweltplaketten von vor 5 jahren auch für so ein geschrei gesorgt? bin schon so alt daß ich mich da dran nicht mehr erinnern kann. weiß nur noch daß ich damals dachte: och shit, da darf ich ja mit meinem alten mini von 1975 gar nicht mehr in die stadt fahren. fahr aber eh lieber mit ihm übers land! das war aber auch schon alles!

vg und schöne feiertage allerseits becks


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #420344 antworten auf 420251 ] Sat, 22 December 2018 23:22 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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- An den ersten Riesenaufschrei mit Aufklebern und Extrakosten kannst Du Dich sicher noch erinnern - die Einführung des G-KAT Ende der 80er. Bei SMOG sollten nur noch Autos mit G-KAT-Plakette in die Städte einfahren dürfen. Ob es je so einen Smog-Alarm gegeben hat, weiß ich nicht. Ich bin noch bis in die 90er ohne G-Kat unterwegs gewesen und hab' mich nur über die absurd hohen Steuern geärgert. Andererseits bekam man damals Autos ohne G-Kat plötzlich viel billiger... begleitet von einem Riesenaufschrei derjenigen, deren 2 oder 3 Jahre alten Autos plötzlich nichts mehr wert waren.
Das Problem erledigte sich dann relativ schnell mit der Wiedervereinigung, der Osten hat den Gebrauchtwagenmarkt leergekauft und selbst der letzte Schrotthaufen trat noch für einen vierstelligen Betrag seine Reise gen Osten an.

- Der zweite Aufschrei war tatsächlich leiser. Die Einführung der Umweltplakette - beschlossen 2006, in Kraft getreten 2007. Am Anfang gab es vor allem Unsicherheit - mit der Folge, dass 2007 noch gar keine Umweltzonen ausgerufen wurden. Im Januar 2008 wurden dann folgende Umweltzonen eingerichtet (jeweils mit "Mindestanforderung"): Berlin (rot), Köln (rot), Hannover (rot) und Dortmund (nur 300m - gelb). Da also Autos mit roter Plakette noch praktisch überall fahren durften, war das nur ein Damoklesschwert, das über diesen Fahrzeugen hing... und nach und nach Wirkung entfaltete, weil alle paar Monate wieder ein paar Städte dazukamen bzw. Regelungen verschärft wurden.
Dazu kommt, dass 2006/2007 der Diesel noch absolut KEIN "grünes" Image hatte. Diesel fuhr man wegen der Kosten, nicht wegen des CO2-Ausstoßes. Entsprechend hätte es in der Öffentlichkeit kein Verständnis dafür gegeben, wenn Dieselfahrer sich bezüglich des Schadstoffausstoßes als "ungerecht behandelt" bezeichnet hätten.

- Dann kam der VW-Dieselskandal - und in dessen Folge eine unsägliche Vermischung von illegaler Abschaltung (VW), vermutlich legaler Abschaltung (alle anderen) und NOx-Werten, die oberhalb eines definierten Grenzwertes liegen. In der Folge fühlt sich JEDER betrogen und regt sich entsprechend auf. Ich habe in anderen Foren Beiträge von Fiat-Diesel-Fahrern gelesen mit der Frage, wo sie sich denn der Sammelklage gegen Fiat anschließen können - was natürlich gleich doppelt Käse ist, weil erstens Fiat nicht im Verdacht steht, illegale Abschaltvorrichtungen eingesetzt zu haben und es zweitens nach deutschem Recht auch weiterhin keine Sammelklagen gibt, nur Musterklagen (was juristisch ein signifikanter Unterschied ist). In einer der Antworten jammerte dann eine Chevrolet-Fahrer, sein Hersteller wäre am deutschen Markt nicht mehr aktiv - von wem er denn seine Umrüstung bekomme, wenn die Hersteller alle dazu verurteilt würden. Viel Unwissen also, Hilflosigkeit und Empörung. Und mittenrein platzt die DUH und betraft über die Fahrverbotsklagen diejenigen, die sich ohnehin schon betrogen fühlen. Dass sich dann der Volkszorn noch so verhalten äußert, wie das aktuell der Fall ist, ist nur dadurch erklärbar, dass wir in Deutschland und nicht z.B. in Frankreich sind.

Dass dabei die DUH infolge ihrer Klagewelle in den Fokus der Öffentlichkeit geraten ist, versteht sich von selbst. Wenn dabei auffällt, dass sie sich in wesentlichen Teilen über ein von mir abgelehntes Werkzeug namens "Abmahnung" finanziert, diskreditiert sie das in meinen Augen weit mehr als das durch eine Finanzierung durch Toyota (in welchem Umfang auch immer) der Fall war.
Bist Du schon mal ohne Fahrzeugpapiere erwischt worden und mit einer kostenfreien Ermahnung davongekommen? Ich schon. Kennst Du die bunt blinkenden LED-Gesichter in Ortsdurchfahrten, die anstelle von Radarfallen die Autofahrer kostenfrei auf eventuelle Tempoverstöße aufmerksam machen? Bist Du schon mal von einem Polizeibeamten auf einen seit zwei oder drei Monaten abgelaufenen TÜV hingewiesen worden - und hast nur eine Mängelkarte bekommen, aber keine Strafe? Habe ich von gehört. Bei mir wars ein kaputter Auspuff nachts um 1 Uhr. Kelle, Ermahnung und Mängelkarte. Alles kostenfrei.
Wenn Du kein Wiederholungstäter bist und den Mangel zeitnah abstellst, dann sollte das bei kleineren Verstößen (in diesem Fall z.B. fehlerhafte Angaben zur Schadstoffen auf der Website, fehlende ANgaben im Impressum etc.) nicht automatisch mit einer "Kostennote" von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro verbunden sein. Nicht beim ersten Mal, solange man davon ausgehen kann/muss, dass der Fehler eine Folge eines Irrtums und nicht eines Betruges ist.

Zu guter Letzt noch zu Deinem Argument, erst durch die Klagerei der DUH bewege sich bei den Kommunen etwas... schau Dir das hier doch mal an:
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/stickoxide-in-hessen- wird-die-luft-sauberer-15471098.html

Oder unabhängig von Frankfurt:
http://www.eike-klima-energie.eu/wp-content/uploads/2017/08/ener_08.jpg


Konkrete "Schmerzen" in Frankfurt finden sich hier:
 https://www.hessenschau.de/wirtschaft/stickoxid-belastung-100~_t-1536161754905_v-16to9.png

Der Römerberg ist Fußgängerzone, Alte Oper und Reuterweg sind in der westlichen Innenstadt. Dort rollt der Verkehr meist einigermaßen gut. Der Börneplatz ist am östlichen Rand der Innenstadt, wo es schon eher stockt - und Riederwald/Erlenbruch ist eine Dauerstaustrecke, weil östlich davon eine Autobahn (die A66 aus Hanau) endet und westlich davon die A661 verläuft. Seit Jahrzehnten wird hier versucht, die Lücke zu schließen, inzwischen sogar via Tunnel - aber auch dagegen wird wieder geklagt, es herrscht Baustop - und oben natürlich Dauerstau.
Schuld sind hier also ganz offensichtlich nicht die Autos, die zuviel emmitieren, sondern die Umstände, die verhindern, dass diese Autos fahren können. Hervorgerufen durch sogenannte Umweltschützer, die durch ihre Alles-Blockieren-Mentalität die Umwelt erst richtig belasten.

Wie heißt es noch so schön: Wer schützt uns vor den Umweltschützern?

Schöne Grüße
Uli

[Aktualisiert am: Sat, 22 December 2018 23:25]


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #421401 antworten auf 415598 ] Sat, 12 January 2019 21:26 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
becks2006
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Classic Uli schrieb am Sat, 22 December 2018 23:22

Moin,
ich kürze mal ab:

An den ersten Riesenaufschrei mit Aufklebern und Extrakosten kannst Du Dich sicher noch erinnern - die Einführung des G-KAT Ende der 80er. Bei SMOG sollten nur noch Autos mit G-KAT-Plakette in die Städte einfahren dürfen. Ob es je so einen Smog-Alarm gegeben hat, weiß ich nicht. Ich bin noch bis in die 90er ohne G-Kat unterwegs gewesen und hab' mich nur über die absurd hohen Steuern geärgert. Andererseits bekam man damals Autos ohne G-Kat plötzlich viel billiger... begleitet von einem Riesenaufschrei derjenigen, deren 2 oder 3 Jahre alten Autos plötzlich nichts mehr wert waren. Das Problem erledigte sich dann relativ schnell mit der Wiedervereinigung, der Osten hat den Gebrauchtwagenmarkt leergekauft und selbst der letzte Schrotthaufen trat noch für einen vierstelligen Betrag seine Reise gen Osten an.




moin uli,
nee kann ich nicht! ich glaube auch dass dich da dein geschichtsgedächtnis täuscht. die einführung des kat´s in D galt nur für neuzulassungen ab 1989 und hatte die intention sukzessive fahrzeuge mit höheren emissionswerten sprich alte dreckige auszusondern. in usa teilweise schon ab 1974. SMOG-alarme gab´s nur sehr wenige. und dass autos ohne g-kat plötzlich wesentlich weniger wert waren stimmt so einfach nicht. die wiedervereinigung hatte damit auch nix zu tun. die erhöhten gebrauchwagenpreise damals kamen nur durch die diskrepanz zw. angebot und nachfrage zustande weil in den neuen ost-bundesländern jeder plötzlich ein westauto haben wollte. da erst 1 jahr vorher die katpflicht eingeführt wurde waren damals noch sehr wenige fahrzeuge mit kat bzw. nur jahreswagen mit kat am markt!

Zitat:



- Der zweite Aufschrei war tatsächlich leiser. Die Einführung der Umweltplakette - beschlossen 2006, in Kraft getreten 2007. Am Anfang gab es vor allem Unsicherheit - mit der Folge, dass 2007 noch gar keine Umweltzonen ausgerufen wurden. Im Januar 2008 wurden dann folgende Umweltzonen eingerichtet (jeweils mit "Mindestanforderung"): Berlin (rot), Köln (rot), Hannover (rot) und Dortmund (nur 300m - gelb). Da also Autos mit roter Plakette noch praktisch überall fahren durften, war das nur ein Damoklesschwert, das über diesen Fahrzeugen hing... und nach und nach Wirkung entfaltete, weil alle paar Monate wieder ein paar Städte dazukamen bzw. Regelungen verschärft wurden.
Dazu kommt, dass 2006/2007 der Diesel noch absolut KEIN "grünes" Image hatte. Diesel fuhr man wegen der Kosten, nicht wegen des CO2-Ausstoßes. Entsprechend hätte es in der Öffentlichkeit kein Verständnis dafür gegeben, wenn Dieselfahrer sich bezüglich des Schadstoffausstoßes als "ungerecht behandelt" bezeichnet hätten.




bei einführung der umweltplaketten waren die meisten benziner schon mit euro1-4-g-kat unterwegs so daß nur wenige – meist alte diesel - davon betroffen waren. heilbronn hat die erste stufe 2009 eingeführt bis 2013 die grüne plakette verlangt wurde. ich war nie davon betroffen. ich fuhr übrigens bis 2001 fahrzeuge ohne kat danach nur noch g-kat. u.a. auch weg. der steuer die damals abartig stieg für die alten drecksschleudern.

Zitat:



- Dann kam der VW-Dieselskandal - und in dessen Folge eine unsägliche Vermischung von illegaler Abschaltung (VW), vermutlich legaler Abschaltung (alle anderen) und NOx-Werten, die oberhalb eines definierten Grenzwertes liegen. In der Folge fühlt sich JEDER betrogen und regt sich entsprechend auf. Ich habe in anderen Foren Beiträge von Fiat-Diesel-Fahrern gelesen mit der Frage, wo sie sich denn der Sammelklage gegen Fiat anschließen können - was natürlich gleich doppelt Käse ist, weil erstens Fiat nicht im Verdacht steht, illegale Abschaltvorrichtungen eingesetzt zu haben und es zweitens nach deutschem Recht auch weiterhin keine Sammelklagen gibt, nur Musterklagen (was juristisch ein signifikanter Unterschied ist). In einer der Antworten jammerte dann eine Chevrolet-Fahrer, sein Hersteller wäre am deutschen Markt nicht mehr aktiv - von wem er denn seine Umrüstung bekomme, wenn die Hersteller alle dazu verurteilt würden. Viel Unwissen also, Hilflosigkeit und Empörung. Und mittenrein platzt die DUH und betraft über die Fahrverbotsklagen diejenigen, die sich ohnehin schon betrogen fühlen. Dass sich dann der Volkszorn noch so verhalten äußert, wie das aktuell der Fall ist, ist nur dadurch erklärbar, dass wir in Deutschland und nicht z.B. in Frankreich sind.




ich frag mich da warum sich JETZT eigentlich jeder betrogen fühlt: betrogen wurde schon immer! früher bei den angegebenen verbräuchen die nie erreichbar waren und heute bei den angegebenen emissionswerten und den verbräuchen die in der praxis schlichtweg illusorisch sind. erst diese woche wieder in den nachrichten dass eu-neuwagen im schnitt 39!!!% mehr verbrauchen wie in den prospekten angegeben! das liegt aber wahrscheinlich eher an der engen verflechtungen der politik mit der doch in D maßgebenden automobilindustrie mit ihren vielen arbeitsplätzen. und jeder der sich betrogen fühlt soll sich doch an die betrüger wenden und nicht die drunter leiden lassen die die leidtragenden sind. und wenn mich nicht alles täuscht setzen die gerichte nur die bestehenden gesetze um. du solltest also nicht die verurteilen die geltendes recht durchsetzen (wollen) sondern die die es brechen! wenn´s also die duh nicht machen würde macht´s ein anderer!

Zitat:



Dass dabei die DUH infolge ihrer Klagewelle in den Fokus der Öffentlichkeit geraten ist, versteht sich von selbst. Wenn dabei auffällt, dass sie sich in wesentlichen Teilen über ein von mir abgelehntes Werkzeug namens "Abmahnung" finanziert, diskreditiert sie das in meinen Augen weit mehr als das durch eine Finanzierung durch Toyota (in welchem Umfang auch immer) der Fall war.




wenn du das instrument der abmahnung nicht gut heißt ist das deine sache! die duh ist autorisiert dies zu tun und sie macht´s. basta. und daß abmahnungen oft - nicht immer - ihre berechtigung haben dürfte auch klar sein. gewerbliche wissen in der regel - im gegensatz zu privatanbietern - ganz genau was erlaubt ist und was nicht. deshalb passieren da fehler meist auch nicht aus unwissenheit sondern aus berechnung zum verschaffen eines vorteils gegenüber mitbewerbern oder potentiellen kunden. ich finde abmahnung manchmal angebracht weil sich im internetzeitalter anscheinend jeder sein recht selbst zusammenzimmern will. das fängt schon bei den ebay- und amazonverkäufern an die sich als privatpersonen ausgeben aber gewerblich handeln. nicht nur daß sie sich aus der verantwortung - ich sag nur gewährleistung/rücknahme und und und... stehlen. sie betrügen auch noch den staat und damit die ehrlichen steuerzahler in dem sie steuern hinterziehen und sich monetäre vorteile verschaffen.

Zitat:



Bist Du schon mal ohne Fahrzeugpapiere erwischt worden und mit einer kostenfreien Ermahnung davongekommen? Ich schon. Kennst Du die bunt blinkenden LED-Gesichter in Ortsdurchfahrten, die anstelle von Radarfallen die Autofahrer kostenfrei auf eventuelle Tempoverstöße aufmerksam machen? Bist Du schon mal von einem Polizeibeamten auf einen seit zwei oder drei Monaten abgelaufenen TÜV hingewiesen worden - und hast nur eine Mängelkarte bekommen, aber keine Strafe? Habe ich von gehört. Bei mir wars ein kaputter Auspuff nachts um 1 Uhr. Kelle, Ermahnung und Mängelkarte. Alles kostenfrei.




ich hab seit über 40 jahren meinen führerschein. ich schätze mal daß ich in dieser zeit 40-60 tickets wg. "fehlverhaltens" im straßenverkehr bekommen habe. das was du beschrieben hast ist mir wenn mich mein gedächtnis nicht täuscht genau 1 mal passiert (wg. parkens in einer anwohnerzone) wobei die gesetzeslage/beschilderung zumindest für mich als ortsfremden nicht ganz klar ersichtlich war. ich hab´s dem noch anwesenden vollzugsbeamten geschildert und er hat´s in eine mündlichge verwarnung umgewandelt. die polizei kontrolliert solche "kleine" verstöße eh nur noch selten. demgegenüber hab ich - weil ich seit es nicht mehr rückdatiert wird gerne den tüv auch mal um 2 monate überziehe - schon 2 mal dafür ein ticket bekommen und zwar von den örtlichen vollzugsbeamten die noch viel kleinlicher verwarnen wie die popelei! wahrscheinlich weil sie die gemeindesäckel füllen (müssen)!

Zitat:



Wenn Du kein Wiederholungstäter bist und den Mangel zeitnah abstellst, dann sollte das bei kleineren Verstößen (in diesem Fall z.B. fehlerhafte Angaben zur Schadstoffen auf der Website, fehlende ANgaben im Impressum etc.) nicht automatisch mit einer "Kostennote" von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro verbunden sein. Nicht beim ersten Mal, solange man davon ausgehen kann/muss, dass der Fehler eine Folge eines Irrtums und nicht eines Betruges ist.

Zu guter Letzt noch zu Deinem Argument, erst durch die Klagerei der DUH bewege sich bei den Kommunen etwas... schau Dir das hier doch mal an:
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/stickoxide-in-hessen- wird-die-luft-sauberer-15471098.html




was soll das jetzt aussagen? etwa daß die bürgerlich-konservative schwarz eingefärbte faz in populistischer manier das ei des kolumbus gek(n)ackt hat?
ich lese aus dem u.a. diagramm: vor 1990 sind alle gesamtmengen wahrscheinlich wg. dauernd zunehmender motorisierung kontinuierlich gestiegen. dies wurde erkannt und darauf reagiert. ab 1990: 1. andere diesel-kfz – hier sind wahrscheinlich i.d.h. diesel-lkw´s gemeint - haben sich seit 90 etwas verringert (wahrscheinlich sind die einzelfahrzeuge besser geworden aber durch steigerung der anzahl nur geringe minderung der gesamtabgasmenge. 2. konv. otto-pkw sind wg. der einführung des kat´s nahezu ausgestorben und spielen keine rolle mehr. vor 90 aber hauptverursacher von nox! 3. g-kat-fahrzeug-emmissionen haben sich seit dem höhepunkt um 2000 durch einführung immer strengerer grenzwerte mind. halbiert. 4. diesel-pkw haben ihre gesamtemmisionsmenge seit 90 wg. größerer verbreitung und höherer realemisionen ver3facht. also sind fahrverbote für diese fahrzeuggruppe durchaus nachvollziehbar – oder nicht?
UND welchen anteil haben die kommunen da jetzt dran und was haben sie genau gemacht bevor die duh geklagt hat? NIX! wie weiter oben schon geschrieben: die gerichte setzen nur BESTEHENDE gesetze um! die stickoxide fallen seit jahren (genauer gesagt seit 1990!) – dafür sind aber nicht die kommunen verantwortlich sondern die innovationskraft unserer automobilhersteller und der gesetzgeber der immer strengere abgasgrenzwerte eingeführt hat - sind aber trotzdem noch über den erlaubten grenzwerten. warum? weil sich auch grenzwerte innovativ verändern/verringern! ist aber keine rechtfertigung sie zu überschreiten - oder? nur weil jeder autofahrer seine persönliche freiheit ausleben will nach seinen bedürfnissen überall zu fahren wo und wann er will? nach meinen persönlichen erfahrungen sind raucher und autofahrer die rücksichtlosigsten und egoistischsten teilnehmer unserer gesellschaft! na vielleicht noch die ganzen betrüger die hier noch rumlaufen!

Zitat:



Oder unabhängig von Frankfurt:
http://www.eike-klima-energie.eu/wp-content/uploads/2017/08/ener_08.jpg

Konkrete "Schmerzen" in Frankfurt finden sich hier:
 https://www.hessenschau.de/wirtschaft/stickoxid-belastung-100~_t-1536161754905_v-16to9.png

Der Römerberg ist Fußgängerzone, Alte Oper und Reuterweg sind in der westlichen Innenstadt. Dort rollt der Verkehr meist einigermaßen gut. Der Börneplatz ist am östlichen Rand der Innenstadt, wo es schon eher stockt - und Riederwald/Erlenbruch ist eine Dauerstaustrecke, weil östlich davon eine Autobahn (die A66 aus Hanau) endet und westlich davon die A661 verläuft. Seit Jahrzehnten wird hier versucht, die Lücke zu schließen, inzwischen sogar via Tunnel - aber auch dagegen wird wieder geklagt, es herrscht Baustop - und oben natürlich Dauerstau.
Schuld sind hier also ganz offensichtlich nicht die Autos, die zuviel emmitieren, sondern die Umstände, die verhindern, dass diese Autos fahren können. Hervorgerufen durch sogenannte Umweltschützer, die durch ihre Alles-Blockieren-Mentalität die Umwelt erst richtig belasten.
Wie heißt es noch so schön: Wer schützt uns vor den Umweltschützern?




sorry uli, was hast denn du für ne denke? nach mir die sintflut oder? warum? weil du keine 3 km nach frankfurt reinfahren darfst? wenn schon die industrie eine wenig verantwortungsvolle denke und nur ihre monetas im kopf hat, müssen es halt die grün denkenden tun. wo wären wir denn heute ohne umweltschutzgedanken? wahrscheinlich würden wir unseren müll noch in die landschaft kippen (wie´s vor 50 jahren üblich war!), mit vergaser-autos ohne kat rumfahren, die meere wären leergefischt und voll mit (plastik)müll, hauptenergielieferanten wären kohle und erdöl, mülltrennung und recycling wären fremdworte und und und....
bestimmt alles erstrebenswert - oder???

was macht denn jetzt eigentlich euer fahrverbot in frankfurt? sind ja nur noch 2 wochen bis zum 1.februar!

vg becks


seit 08/2017: J638-2,9l-V6 mit LPG, EZ 92, 340tkm "so günstig bin ich noch nie Auto gefahren!"
06/2012 - 07/2017: J637-2,2l-LPG EZ 95, 260tkm, i.M. in Reparatur! erste Erfahrungen mit Autogas!
davor viele viele diverse Fahrzeuge verschiedener Hersteller darunter als "Lieblingsmodelle"
1978 - dato alte Minis u.a. selbstgebautes VollCabrio
1993 - dato Lancia Delta I u.a. HF4WD und diverse HF turbos
und ja: meine Shift-Taste funktioniert tatsächlich manchmal!!!
Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #421702 antworten auf 421401 ] Fri, 18 January 2019 22:00 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
bernhard1.9gjk ist gerade offline bernhard1.9gjk
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Hier mal eine Seite, mit der man schön vergleichen kann, um festzustellen auf welchem hohen Niveau die Deutschen Städte gemessen werden.

https://aqicn.org/city/langfang/de/

Finde übrigens die neuen Vorschläge der Expertenkommision zur Reduzierung der CO2 Emissionen sehr interessant. U.a. Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130km/h und Angleichung der Dieselbesteuerung an den Benziner. Dabei Erhöhung der Kraftstoffpreise allgemein und CO2-emissionsabhängige Mautgebühren. Na, wer wird wohl dadurch profitieren und das Rennen machen, Benziner, Diesel oder Mazda mit seinen Kompressionszündern?

LG Bernhard

[Aktualisiert am: Fri, 18 January 2019 22:02]


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Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #421815 antworten auf 421702 ] Mon, 21 January 2019 00:05 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Classic Uli
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Hallo allerseits,
also... Fahrverbot Frankfurt ist vorerst abgesagt, ich dachte das hätten alle mitbekommen. Der Landesgerichtshof in Kassel hat die Revision (die das Verwaltungsgericht in Wiesbaden nicht akzeptieren wollte) wurde dort angenommen.

In der Verhandlung über die einstweilige Verfügung, die die DUH beantragt hatte, ist dann zuerst die DUH dahingehend zurückgerudert, dass die einstweilige Anordnung nur für wenige Hauptstraßen gelten sollte. Aber schon das hat der LGH als nicht verhältnismäßig abgebügelt.

Also kein Fahrverbot in Frankfurt bis zum Urteil der 2. Instanz.


Aber zurück zum Thema

Juristisch hast Du sicher schon bemerkt, dass ich mich in den beiden genannten Fällen (Abmahnungen und NOx-Emissionen) an den gesetzlichen Vorgaben genauso störe wie an der pedantischen Verfolgung bzw. Ausnutzung von Verstößen durch die DUH. Ja, es gibt übertriebene Gesetze (hältst Du immer 1,5m Abstand zu überholten Radfahrern oder reicht Dir auch 1,20m - z.B. wenn der Radfahrer auf dem Rad- oder Gehweg unterwegs ist)? Die DUH besteht auf 40 µg/m³ und klagt auch dort, wo (nach 70 µg vor 10 oder 20 Jahren) heute 46 µg/m³ erreicht werden. Und Abmahnungen will ich ja nicht grundsätzlich verbieten, aber eine "Ermahnung" vorgeschaltet wissen, so dass der "Sünder" eine Chance hat, sein Verhalten zu verbessern und sich künftig regelkonform zu verhalten. Denn DAS ist ja das Ziel!

Und um das zu erreichen, sind Strafen ohnehin nur das letzte Mittel - viel sinnvoller ist es, auf die Vernunft der Betroffenen zu setzen (hat z.B. beim Thema Gurt relativ gut funktioniert).

Wenn man aus einer ungeregelten Situation heraus Regeln/Grenzen einführen muss/will, dann erhöht man die Akzeptanz dieser Beschränkungen, wenn diese von den Betroffenen als "sinnvoll" und erreichbar akzeptiert werden. Dass sich daraus eine Entwicklung ergeben kann, in der schrittweise die Regelungen verschärft werden, kann in diesem Kontext durchaus sinnvoll und zielführend sein.

Schießt man jedoch bei den Vorgaben übers Ziel hinaus (z.B. Grenzwert von 40 µg/m³ im Freien, aber ab 60 µg/m³ aufwärts in geschlossenen Räumen), dann verliert man die Akzeptanz, wenn man diesen Wert nicht erklären/begründen kann. Und setzt man die 60 µg/m³ als Maßstab an, ist in Frankfurt alles gut.

Belegt ist zudem, dass der Schadstoffausstoß am schnellsten zu senken ist, indem man den Verkehr zum Fließen bringt. Dafür braucht es Änderungen in der Verkehrsführung - vor allem in Form der Beseitigung von Flaschenhälsen.
Der Frankfurter Flaschenhals ist dadurch entstanden, dass die Autobahnplanungen aus den 30ern (als bereits die Abschnitte der A66 östlich und westlich von Frankfurt begonnen wurden) in den 50er/60er Jahren nicht mehr realisierbar waren, weil die Trasse inzwischen zugebaut war.
Von Westen endet die A66 in der Miquelallee - und obwohl das eine 3-4-spurige Ringstraße ist, gibt es zu den Stoßzeiten dort Stau. Immerhin stehen dort "nur" die, die nach Frankfurt hinein wollen. Alles, die weiter wollen, können am Nordwestkreuz auf die A5 abbiegen und Frankfurt im Norden (Bad Homburger Kreuz - A648) oder im Süden (Frankfurter Kreuz - A3) umfahren.
Von Osten führt die A66 ab Hanau 30 km weit auf Frankfurt zu, um dann ohne echte Ausweichmöglichkeit im Frankfurter Osten zu enden - auf einer erst 2- und später 1-spurigen Straße (Erlenbruch). Dort ist in beide Richtungen quasi ganztägig Stop&Go. Das Thema wird inzwischen mit dem BER verglichen: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/riederwaldtunnel-fran kfurts-unendliche-geschichte-15299449.html

Weiterhin weist Du oben darauf hin, dass der Hauptteil der NOx-Emissionen durchaus von Dieselmotoren komme... was unbestritten ist - aber in diesem Thema geht es um das Fahrverbot für Euro1- und 2-Benziner. Und deren Anteil ist marginal, seit Vergaser keine Rolle mehr spielen.

Der 3-Wege-Kat moderner Prägung wurde übrigens 1981 erfunden, die Amis hatten in den 70ern nur ungeregelte 2-Wege-Katalysatoren (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Wege-Katalysator). Ab Juli 1985 gab es in Deuschland Steuererleichterungen in Höhe von über 1000 DM. Ja, Vorschrift wurde der 3-Wege-Kat in der Tat erst 1989 - aber da waren die in den Jahren vorher verkauften Vergaser-Fahrzeuge schon spürbar weniger wert als ihre Vergaser-Geschwister.
Ich habe hier z.B. die Preislisten vom J11. 1985 wird das Thema noch verschwiegen - Renault konnte erst ab Herbst 1986 den Espace mit 3-Wege-Kat liefern. In der Preisliste von November 1986 stehen Vergaser- und Kat-Version gleichberechtigt nebeneinander (die Kat-Version 2.400 DM teurer mit dem Hinweis, dass die Steuerersparnis bei Zulassung bis 31.12.1986 bei 2.200 DM liegt). Die Basisversion GTS ist nur als Vergaser verfügbar. In der Preisliste Juli 1987 stehen "eigentlich" nur noch die KAT-Versionen, als Fußnote tauchen aber auch die Vergaser noch als "Sondernversionen auf Anfrage" auf. 1989 war die Vergaservariante (wenig überraschend) nicht mehr im Angebot.


Komplett unabhängig davon:
Die großen Probleme unserer Zeit und der Zukunft sind dagegen nicht die Schadstoffe, die aktuell oder in Zukunft aus den Auspuffen kommen (dürfen) - sprich: die Schadstoffemissionen -, sondern der Klimawandel, ausgelöst nicht durch NOx, sondern von CO2.

Zur CO2-Minderung gibt es nun zwei Ansätze: 1. Die Emissionen der Fahrzeugflotte im Betrieb verringern (dafür sind E-Fahrzeuge sicher der wirksamste Hebel) und 2. die Emissionen bei der Fahrzeugproduktionen pro genutzten km zu minimieren. Und das bedeutet im Umkehrschluß: Die umweltfreundlichsten Benziner und Diesel, die bereits fahren und nicht mehr produziert werden müssen. Was für ein Widersinn, denen jetzt das Fahren verbieten zu wollen, damit neue produziert werden!

Schöne Grüße
Uli


J11 forever!

Derzeit deaktiviert... J637 mit LPG, 12/94 - aktuell 30x.xxx km
Derzeit aktiv... J637, 03/96 - ca. 230.000 km

Als Sammel-/Bastelobjekte:
- J112 Phase 1 TSE, 3/85 (Seriennummer 7167), 2.0L Vergaser, 192.500 km
- J117 Phase 1 TSE, 1/87, 2.2L Einspritzer, 133.000 km
- J117 Phase 2 2000-1, 1988

Schlachtplatte: J117 Bj. 90
Re: Benziner-Fahrverbot ab Februar??? [message #422958 antworten auf 421815 ] Tue, 12 February 2019 12:40 Zum vorherigen Beitrag gehen
becks2006
Beiträge: 168
Registriert: September 2012
Ort: 74***
Alter Hase
Classic Uli schrieb am Mon, 21 January 2019 00:05

Hallo allerseits,

Juristisch hast Du sicher schon bemerkt, dass ich mich in den beiden genannten Fällen (Abmahnungen und NOx-Emissionen) an den gesetzlichen Vorgaben genauso störe wie an der pedantischen Verfolgung bzw. Ausnutzung von Verstößen durch die DUH. Ja, es gibt übertriebene Gesetze (hältst Du immer 1,5m Abstand zu überholten Radfahrern oder reicht Dir auch 1,20m - z.B. wenn der Radfahrer auf dem Rad- oder Gehweg unterwegs ist)? Die DUH besteht auf 40 µg/m³ und klagt auch dort, wo (nach 70 µg vor 10 oder 20 Jahren) heute 46 µg/m³ erreicht werden. Und Abmahnungen will ich ja nicht grundsätzlich verbieten, aber eine "Ermahnung" vorgeschaltet wissen, so dass der "Sünder" eine Chance hat, sein Verhalten zu verbessern und sich künftig regelkonform zu verhalten. Denn DAS ist ja das Ziel!


ooch uli,
ich hab lange überlegt ob ich da noch drauf antworte weil: ich bin schockiert!
zuerst sprichst du umweltschutzgedanken sinnhaftigkeit ab und jetzt gesetzlichen vorgaben...????
wenn du dich an gesetzlichen vorgaben und deren einhaltung – ich verzichte jetzt mal auf die wertende äußerung pedantisch – störst, empfehle ich nen gesellschafts- oder/und landeswechsel. glaube aber kaum dass du ein land bzw. ne gesellschaft finden wirst, die keine gesetzlichen vorgaben haben, die zudem noch deinem laxen auslegen gerecht werden. witzigerweise bist DU ja von o.a. maßnahmen der duh überhaupt nicht betroffen oder betreffen dich deren abmahnungen und klagen und die daraus initiierte „pedantische“ verfolgung? die klagen der duh sind deshalb berechtigt WEIL das beklagte gegen BESTEHENDE gesetze verstößt. und natürlich halte ich mich auch nicht immer an bestehende gesetze wie ich ja eingeräumt habe – oder woher denkst du kommen meine 40-60 tickets die ich schon angesammelt habe – aber wenn ich nun mal geblitzt werde, bezahle ich mein ticket auch! zwar auch ungern aber ich bin mir da durchaus (m)einer schuld bewusst! ich frag mich aber schon warum verwarnungsgelder nix bringen sollen aber ermahnungen was bringen würden oder würdest du nach einer ermahnung darauf verzichten zu schnell zu fahren oder falsch zu parken (keine ahnung in welchen bereichen du tickets kassierst!)? nutzt bei mir und anscheinend bei vielen anderen wenig, wobei ich betonen möchte dass alle meine tickets sich seit 1992 immer im verwarnungsbereich befanden. bin also weder ein raser noch ein notorischer verkehrsregelmissachter. ich fahr halt gerne etwas zügiger! seltsamerweise bin ich im benachbarten ausland wo tickets für vergleichbare vergehen sehr viel teurer wären noch nie geblitzt worden. daraus schließe ich dass die tickets in D anscheinend zu moderat ausfallen und ich dort noch penibler auf die einhaltung von bestehenden gesetzen achte. nur so ne randbemerkung: anscheinend haben 3mio!!! deutsche punkte in flens wg. geschwindigkeitsvergehen! und punkte bekommt man nur für vergehen im bußgeldbereich! da bringen anscheinend nicht mal bußgelder was....
Zitat:


Und um das zu erreichen, sind Strafen ohnehin nur das letzte Mittel - viel sinnvoller ist es, auf die Vernunft der Betroffenen zu setzen (hat z.B. beim Thema Gurt relativ gut funktioniert).


echt? sind die gurtquoten nicht erst mit der einführung der bußgelder drastisch gestiegen? und dasselbe spiel jetzt bei der handynutzung am steuer.... solange es nichts oder wenig kostet, legt sich der deutsche gerne seine gesetze individuell aus!
Zitat:


Wenn man aus einer ungeregelten Situation heraus Regeln/Grenzen einführen muss/will, dann erhöht man die Akzeptanz dieser Beschränkungen, wenn diese von den Betroffenen als "sinnvoll" und erreichbar akzeptiert werden. Dass sich daraus eine Entwicklung ergeben kann, in der schrittweise die Regelungen verschärft werden, kann in diesem Kontext durchaus sinnvoll und zielführend sein.


wo gibt´s da ne ungeregelte situation? und was du als sinnvoll erachtest sieht ein anderer/anwohner der betroffenen straßen/gebiete vielleicht ganz anders weil „etwas sinnvoll erachten“ doch ne relativ subjektive empfindung wiederspiegelt!
Zitat:


Schießt man jedoch bei den Vorgaben übers Ziel hinaus (z.B. Grenzwert von 40 µg/m³ im Freien, aber ab 60 µg/m³ aufwärts in geschlossenen Räumen), dann verliert man die Akzeptanz, wenn man diesen Wert nicht erklären/begründen kann. Und setzt man die 60 µg/m³ als Maßstab an, ist in Frankfurt alles gut.


das ist doch deine ganz persönliche meinung! oder bist du ein experte dafür welcher grenzwert der „angebrachte“ ist? ich bin´s nicht aber ich bin mir fast sicher dass beide grenzwerte erklärbar sind. sind halt evtl. zeitlich verschieden berechnet oder auch nur von experten mit verschiedenen intentionen? und jetzt kommt so ein cdu-naher lungenfacharzt mit seinen weisheiten daher, hat noch 99 weitere lungenfachärzte im schlepptau aber keine belastbaren studien und will damit die erkenntnisse von noch viel mehr experten widerlegen und erweckt populistisch den eindruck die bisher auch von fachleuten proklamierten grenzwerte wären ausgewürfelt. bei der WHO und dem helmholtz-institut und und und... sind wahrscheinlich nur laien oder kinder in das problem involviert! das gleiche beim tempolimit? kaum hat eine von der bundesregierung selbst eingesetzte klimakommision als wirksames mittel u.a. zur schadstoffreduzierung ein tempolimit vorgeschlagen schreit unser csu-verkehrsminister „partyyyy-andy“ wieder „kein generelles tempolimit auf autobahnen in deutschland“ und faselt was von persönlicher freiheit. und stellt dabei alle seine europäischen verkehrsministerkollegen als idioten dar denn D ist das einzige land europas in dem kein generelles tempolimit für autobahnen gilt. ganz zu schweigen von den weniger unfalltoten und –verletzten. aber ein abbiegeassist für lkw´s ist natürlich super wichtig! ICH bin im übrigen für ein tempolimit 150km/h oder wie wärs mit "210km/h bei nässe"! crazy grübel
Zitat:


Belegt ist zudem, dass der Schadstoffausstoß am schnellsten zu senken ist, indem man den Verkehr zum Fließen bringt. Dafür braucht es Änderungen in der Verkehrsführung - vor allem in Form der Beseitigung von Flaschenhälsen.


da bin ich überhaupt nicht deiner meinung: meine erfahrung ist: je besser straßen ausgebaut sind desto mehr und schneller werden sie befahren weil’s bequemer ist! und wieso soll da dann der schadstoffausstoß sinken? soweit ich weiß wird der in µg/km gemessen! wenn stau vermieden wird hast du da natürlich recht!
nachtrag zum diagramm stickstoffoxid:
da das diagramm nur die zeiträume bis 2011 abbildet sollte man vielleicht auch ne tendenz für den zeitraum 2012 bis heute versuchen hineinzuinterpretieren:
1. sonstige diesel-kfz: wahrscheinlich noch weiter abnehmend
2. pkw-gkat: ziemlich konstant
3. pkw-diesel: eher ansteigend trotz weiterer limitierung des schadstoffausstoßes in 2015.
wenn aber die laborbedingungen des prüfstandes mit der praxis so rein gar nix zu tun haben und diese jeweils um ein vielfaches!!! überschritten werden ist ein fahrverbot für diese drecksschleudern unabdingbar erforderlich.
Zitat:


Der Frankfurter Flaschenhals ist dadurch entstanden, dass die Autobahnplanungen aus den 30ern (als bereits die Abschnitte der A66 östlich und westlich von Frankfurt begonnen wurden) in den 50er/60er Jahren nicht mehr realisierbar waren, weil die Trasse inzwischen zugebaut war.
Von Westen endet die A66 in der Miquelallee - und obwohl das eine 3-4-spurige Ringstraße ist, gibt es zu den Stoßzeiten dort Stau. Immerhin stehen dort "nur" die, die nach Frankfurt hinein wollen. Alles, die weiter wollen, können am Nordwestkreuz auf die A5 abbiegen und Frankfurt im Norden (Bad Homburger Kreuz - A648) oder im Süden (Frankfurter Kreuz - A3) umfahren.
Von Osten führt die A66 ab Hanau 30 km weit auf Frankfurt zu, um dann ohne echte Ausweichmöglichkeit im Frankfurter Osten zu enden - auf einer erst 2- und später 1-spurigen Straße (Erlenbruch). Dort ist in beide Richtungen quasi ganztägig Stop&Go. Das Thema wird inzwischen mit dem BER verglichen: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/riederwaldtunnel-fran kfurts-unendliche-geschichte-15299449.html

Weiterhin weist Du oben darauf hin, dass der Hauptteil der NOx-Emissionen durchaus von Dieselmotoren komme... was unbestritten ist - aber in diesem Thema geht es um das Fahrverbot für Euro1- und 2-Benziner. Und deren Anteil ist marginal, seit Vergaser keine Rolle mehr spielen.


im titel schon, in der „plauderei“ eher nicht! da geht`s um fahrverbote von fahrzeugen mit höheren emissionen – in der hauptsache diesel und nur in frankfurt auch um euro1/2/3-benziner (vergaserautos haben weder euro1 noch 2!). und unbestritten ist hier wirklich: im bereich nox sind euro4/5-diesel die drecksschleudern und zwar weil die in den prospekten und auch gegenüber dem gesetzgeber kolportierten grenzwerte für emissionen in der praxis nicht um ein paar prozentchen überschritten werden sondern um viele vielfache davon. ist übrigens steuerbetrug hoch drei seit die kfz-steuer nach emissionen berechnet wird. und bei den benzinern geht´s um co2: dort sind die euro1/2/3er auch um ein vielfaches schlechter wie die neueren euro4 und höher. S. emissionstabellen weiter oben!
Zitat:


Komplett unabhängig davon:
Die großen Probleme unserer Zeit und der Zukunft sind dagegen nicht die Schadstoffe, die aktuell oder in Zukunft aus den Auspuffen kommen (dürfen) - sprich: die Schadstoffemissionen -, sondern der Klimawandel, ausgelöst nicht durch NOx, sondern von CO2.


da geb ich dir durchaus recht: wobei mir nicht recht klar werden will warum nicht beide probleme abgearbeitet werden sollen? feinstaub steht da als 3. thema noch im raum das auch noch nicht hinreichend beackert und damit geklärt ist!
Zitat:


Zur CO2-Minderung gibt es nun zwei Ansätze: 1. Die Emissionen der Fahrzeugflotte im Betrieb verringern (dafür sind E-Fahrzeuge sicher der wirksamste Hebel) und 2. die Emissionen bei der Fahrzeugproduktionen pro genutzten km zu minimieren. Und das bedeutet im Umkehrschluß: Die umweltfreundlichsten Benziner und Diesel, die bereits fahren und nicht mehr produziert werden müssen. Was für ein Widersinn, denen jetzt das Fahren verbieten zu wollen, damit neue produziert werden!


ja aber das sind weder die euro4/5-diesel ohne die hardwarenachrüstungen (mit sieht das dann ganz anders aus!) noch die mind. 15 jahre alten euro1/2/3-benziner. DESHALB bin ICH ja für eine hardwarenachrüstung der euro4/5-diesel. natürlich zu lasten der autofirmen weil die schlichtweg die verbraucher und auch den staat beschissen haben. und ich will auch gar nicht einsehen warum die in den usa milliarden für verbraucherentschädigungen abdrücken und hier wollen sie noch – anstatt ihren mist zu beseitigen – geschäftstüchtig gewinnbringend neue autos verkaufen. und ob da wirklich e-fahrzeuge das richtige mittel sind will mir noch nicht so recht einleuchten weil der strom dafür ja auch produziert und verteilt werden muß. und solange noch kohlekraftwerke am netz sind und nicht unbeträchtlich zu unseren strommix beitragen, stelle ich das zumindest mal in frage! denen – sind denn euro4/5-diesel und euro1/2/3-benziner umweltfreundlich?- wird im übrigen das fahren nicht verboten um neue zu produzieren sondern nur um sie aus den belasteten innenstädten auszuschliessen weil sie zu viele schadstoffe aus dem auspuff blasen! von den vermeintlich sauberen will keiner was!

vg becks


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06/2012 - 07/2017: J637-2,2l-LPG EZ 95, 260tkm, i.M. in Reparatur! erste Erfahrungen mit Autogas!
davor viele viele diverse Fahrzeuge verschiedener Hersteller darunter als "Lieblingsmodelle"
1978 - dato alte Minis u.a. selbstgebautes VollCabrio
1993 - dato Lancia Delta I u.a. HF4WD und diverse HF turbos
und ja: meine Shift-Taste funktioniert tatsächlich manchmal!!!
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